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Fraunhofer IPA und IAO schließen sich Cyber Valley an

Fraunhofer IPA und IAO sind dem Cyber Valley beigetreten. Wissenschaft und Politik wollen gemeinsam Künstliche Intelligenz von der Forschung in die Anwendung bringen (v.l): Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter Fraunhofer IPA, Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Prof. Wilhelm Bauer, Institutsleiter IAO und Prof. Bernhard Schölkopf, Direktor am Maxx-Planck-Institut für Intelligente Systeme. Foto: Fraunhofer IAO/Ludmilla Parsyak

Fraunhofer IPA und IAO sind nun Teil des Forschungskonsortiums Cyber Valley. KI-Fortschrittszentrum als zentrale Anlaufstelle für KI-Forschung.

Die Fraunhofer-Institute Für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie für Arbeitswirtschaft und Organistation IAO treten dem Cyber Valley bei. Dabei handelt es sich um ein Forschungskonsortium bestehend aus den Universitäten Tübingen und Stuttgart, dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme und führenden Industrieunternehmen.

Mit dem Zusammenschluss werde nicht nur die größte Forschungskooperation Europas auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz gestärkt, auch Baden-Württemberg stelle damit erneut seine Position als international richtungsweisender Hotspot für Künstliche Intelligenz unter Beweis.

Das KI-Fortschrittszentrum „Lernende Systeme“, gegründet vom Fraunhofer IAO und dem Fraunhofer IPA, bietet dem Mittelstand eine zentrale Anlaufstelle für anwendungsnahe Forschung zu Künstlicher Intelligenz.

"Zentraler Treiber für Innovation und Wirtschaftswachstum"

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte während der Pressekonferenz zum neuen KI-Forschungszentrum, dass Künstliche Intelligenz ein zentraler Treiber für Innovation und Wirtschaftswachstum sei und ein enormes wirtschaftliches Potenzial für den Mittelstand aufweise. „Wir brauchen mehr ,KI made in Baden-Württemberg‘ und müssen die Ergebnisse unserer Spitzenforschung noch besser und schneller in die praktische Anwendung unserer Unternehmen bringen. Dazu müssen wir Forschung, Entwicklung und Kommerzialisierung von KI massiv vorantreiben“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

Für Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, ist dieser Schritt nur konsequent: „Künstliche Intelligenz ist eines der zentralen digitalen Zukunftsthemen und wird unser Leben von Grund auf verändern. Für die internationale Wirtschaft und die industriellen Wertschöpfungsketten bedeutet sie einen grundlegenden Strukturwandel. Mit unserem Beitritt zum Cyber Valley werden wir gemeinsam mit unseren Partnern die Forschung und den Transfer von der Wissenschaft in den Markt vorantreiben, um gemeinsam das Potenzial dieser Schlüsseltechnologie voll auszuschöpfen und den Standort Deutschland auch im internationalen Wettbewerb zu stärken.“

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die Fraunhofer-Gesellschaft finanzieren zu gleichen Teilen das KI-Fortschrittszentrum Lernende Systeme, das zum 01. Oktober dieses Jahres in das Cyber-Valley-Konsortium integriert wurde. Im Zentrum steht dabei ein Labor, das zu Beginn 20 Forscher beherbergt. Die geplante Anschubfinanzierung soll bei zehn Mio. EUR bis Ende 2020 liegen.

Anwendungsorientierte KI-Forschung im Fokus

Das KI-Fortschrittszentrum ist eine zentrale Anlaufstelle für anwendungsorientierte KI-Forschung für Unternehmen in Baden-Württemberg. Es führt Forschungsprojekte durch, die für den Produktions- und Dienstleistungssektor relevant sind, und dient als Schnittstelle zwischen der Industrie und der Grundlagenforschung innerhalb des bestehenden Cyber Valley-Konsortiums, das neben den genannten Forschungseinrichtungen mehrere Industriepartner umfasst. Das KI-Fortschrittszentrum kann so über die bestehenden Partner hinaus den Technologietransfer in die Industrie ermöglichen.

Das KI-Fortschrittszentrum verfolgt bei seinen Aktivitäten das Ziel, eine menschenzentrierte KI zu entwickeln. Um diese zu realisieren, konzentrieren sich die Forschungsaktivitäten unter anderem auf die Themen Erklärbarkeit, Datenschutz, Zertifizierung, Sicherheit und Robustheit von KI-Technologien.

Ein zentraler Schwerpunkt des KI-Fortschrittzentrums ist die direkte Kooperation mit Industrieunternehmen. Machbarkeitsstudien und Projekte zur Entwicklung erster Prototypen von KI-Anwendungen werden teilweise über das Budget des Fortschrittzentrums finanziert. Um strategische Partnerschaften aufzubauen, haben Industrieunternehmen die Möglichkeit, so genannte Enterprise Labs zu betreiben und zu finanzieren. In diesen Labs können die Forscher ihre Aufmerksamkeit den spezifischen Fragestellungen des jeweiligen Industrieunternehmens widmen.

Cyber Valley erweitert Ökosystem

Mit dem Cyber Valley bauen die Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ein einzigartiges Ökosystem in der Region Stuttgart-Tübingen auf. Vom Land Baden-Württemberg unterstützt, fördert das Cyber Valley den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die Ausbildung der besten Talente im Bereich der KI und schafft einen Nährboden für Start-Ups. Ziel ist es, Spitzenforschung mit Unternehmergeist zu verbinden, um Spin-offs und den Technologietransfer zu fördern.

db