Fokus auf Materials Solutions: Hübner verkauft Bereich Automotive

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Mit dem Verkauf des Automotiv-Bereichs will sich Hübner auf den Bereich Materials Solutions mit Lösungen aus Kunststoffen und Elastomeren konzentrieren.

Um den Geschäftsbereich Materials Solutions mit seinen Lösungen aus Kunststoffen, Composite-Werkstoffen und Elastomeren weiter neu auszurichten, trennt sich der Mobilitätszulieferer Hübner zum 1. April 2020 vom Marktsegment Automotive. Verkauft wird das Geschäft mit Kunststoffspritzgusskomponenten an den Automobilzulieferer Gotec Gorschlüter, ein Spezialist für die Beschichtung mit Gummi-Metall-Haftvermittlern. Das gaben beide Unternehmen Anfang Dezember in Kassel bekannt.

Der Bereich, der nun übergeben wird, umfasst unter anderem die Produktion von Karosseriebauteilen, Schlüsselgehäusen, Tastenfeldern und Fahrpedalen. Hübner war im Automotive-Segment vor allem in der Auftragsfertigung tätig. Das Umsatzvolumen liegt im einstelligen Millionenbereich.

Lösungen aus Kunststoffen, Composites und Elastomeren im Fokus

Mit dem Verkauf will die Unternehmensgruppe aus Kassel ihren Geschäftsbereich Material Solutions weiter neu ausrichten. „Mit technisch hochwertigen Lösungen aus Kunststoffen, Composite-Werkstoffen und Elastomeren wie Kautschuk und Silikonen sowie der zunehmenden Bedeutung von Sensorik werden wir uns weiter verstärkt auf innovative, anspruchsvolle und wachstumsstarke Branchen und Märkte konzentrieren“, erklärt Hübner-Geschäftsführer Ingolf Cedra den Hintergrund der Transaktion.

Ein wichtiges Ziel sei es vor allem, die führende Marktposition im Bereich Türsicherheits- und Türdichtsysteme für den öffentlichen Mobilitätsbereich weiter zu stärken – unter anderem liefert Hübner weltweit Fingerschutzprofile mit eingebetteten Sensoren an Bus- und Schienenfahrzeughersteller. Cedra führt weiter aus: „Aber auch die Öl- und Gasindustrie, die Luftfahrtbranche und der Gesundheitsbereich sind für Hübner Material Solutions von zunehmender Bedeutung.“

Kunden-Betreuung auch nach Automotive-Verkauf gesichert

Oberstes Ziel beim Verkauf des Automotive-Geschäfts war die sichere Versorgung der Kunden: „Wir freuen uns, in Gotev einen so verlässlichen und starken Vertragspartner gefunden zu haben, der die Belieferung unserer Kunden lückenlos gewährleisten kann“, so der Hübner-Geschäftsführer. „Mit dem Zukauf wird unsere Produktpalette sinnvoll ergänzt, und wir sind zukünftig ein noch stärkerer Partner der Automotive-Industrie“, betont Gotev-Geschäftsführer Lars Gorschlüter. „Wir freuen uns, dass die bisherigen Hübner-Kunden künftig uns das Vertrauen schenken.“

„Gotec wird durch unsere Mitarbeiter von Januar an gründlich geschult“, verspricht Cedra. Außerdem werde das Unternehmen Gotec als Partner darüber hinaus noch bis zum 30. Juni 2020 beratend zur Seite stehen. So soll mit sämtlichen Anlagen, Beständen und Vorräten auch das Know-how der Automotive-Sparte an Gotec übergehen. Das Unternehmen bleibt zudem mit der Produktion zunächst in Kassel und mietet sich im Hübner-Werk Bettenhausen ein. Der Mietvertrag läuft bis Mitte 2021.

Neuausrichtung des Bereichs Material Solutions

Der Verkauf des Automotiv-Geschäftes ist für die Hübner-Mitarbeiter nicht mit einer Kündigung verbunden. „Wir brauchen unsere Mitarbeiter für die anderen Geschäftsbereiche, die derzeit stark wachsen“, betont Cedra. „Alle festangestellten Mitarbeiter haben ausdrücklich die Option, bei Hübner zu bleiben.“ Hübner ist laut eigenen Angaben unter anderem Weltmarktführer für Übergangssysteme für Busse und Schienenfahrzeuge.

Schon mit der Übernahme der GWU-Gruppe mit rund 500 Mitarbeitern zu Beginn des Jahres hat Hübner die Neuausrichtung des Geschäftsbereichs Material Solutions eingeläutet und dessen Bedeutung innerhalb der Unternehmensgruppe deutlich gestärkt. „Der neu aufgestellte Bereich Material Solutions soll maßgeblich zum Erfolg der gesamten Hübner-Gruppe beitragen. Dafür werden wir unser Profil weiter schärfen, die Märkte, auf denen wir tätig werden, noch intensiver bearbeiten und mit gleichbleibend hoher Qualität beliefern“, verspricht Cedra. Aktuell arbeiten in der Sparte mehr als 1.000 Mitarbeiter an 13 Standorten rund um den Globus.

kus

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