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Förderungsstopp hemmt Transformation der Autobranche

Die Transformation der Automobilbranche hin zu klimafreundlichen Fahrzeugen - hier im Bild der Mercedes Vision EQXX - erfordert von den Automobilherstellern und auch von den vielen mittelständischen Zulieferern gewaltige Investitionen, was durch den Wegfall der Förderung im Rahmen des Konjunkturpakets 35c deutlich erschwert wird. Foto: Daimler

Streichung der Fördermittel für das Konjunkturpaket KoPa 35C bedeutet einen Rückschritt für die Transformation der Autobranche zu mehr Klimafreundlichkeit.

Unter der neuen Bundesregierung ist es zum Stopp des Konjunkturpaketes (KoPa) 35c zur Unterstützung von Zukunftsinvestitionen der automobilen Zulieferindustrie gekommen, was sich nach Meinung von Experten negativ auf die Transformation der Autobranche auswirkt. Nach Überzeugung der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie Argez wäre eine Fortführung dringend nötig, denn „wer Klimaschutz und Modernisierung mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen erfolgreich verbinden will, darf Fördermittel nicht streichen“.

Förderungsstopp triff mittelständische Zulieferer hart

Mit dem Konjunkturpakt hat die alte Bundesregierung ein sehr erfolgreiches und nachgefragtes Förderprogramm für den Fahrzeugbau und die Zulieferindustrie angeboten. Unter Ziffer 35c dieses Konjunkturpakets („KoPa 35c“) wurden wichtige Zukunftsvorhaben gefördert – von Investitionen in die notwendige Modernisierung der Produktion über die Digitalisierung bis hin zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Alle Projekte zahlen auf den Klimaschutz ein und unterstützen die Produktion klimafreundlicher Produkte.

Die Förderung kam insbesondere den mittelständischen Automobilzulieferern dabei zu Gute, ihre Transformationsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Das ist nach Überzeugung der Zulieferer gesellschaftlich sinnvoll, um Wertschöpfung und Arbeit am Standort zu erhalten.

Transformation der Autobranche in Gefahr

Das Förderprogramm ist nun abgebrochen worden, da keine Mittel mehr zur Verfügung stehen. „Das gefährdet den gerade anlaufenden Transformationsprozesses der Branche“, so Christian Vietmeyer, Sprecher der ArGeZ. „Die Politik nimmt die Automobilindustrie beim Klimaschutz in die Verantwortung, sie darf ihr die notwendige Unterstützung jetzt nicht entziehen.“

Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie fordert deshalb die Politik auf, das Konjunkturpakt 35c fortzuführen und die Industriebetriebe weiter dabei zu unterstützen, auf klimafreundliche Produktionsprozesse und Produkte umstellen zu können. Schließlich schafft die mittelständisch geprägte Zulieferindustrie gerade im ländlichen Raum hochwertige Arbeitsplätze, die auch in Zukunft noch Wohlstand erbringen sollen.

gk