Förderung der EZD-Erweiterung mit 4,1 Mio. EUR

Spatenstich zur Erweiterung des Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär überreicht Bescheid über Förderung in Höhe von 4,1 Mio. EUR. Foto: FSKZ

Erfolgreicher Spatenstich: Das EZD erhält für die Erweiterung eine Förderung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums über 4,1 Mio. EUR.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium (StMWi) fördert die Erweiterung des Europäischen Zentrums für Dispersionstechnologien (EZD) in Selb mit 4,1 Mio. EUR. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert hat den Förderbescheid heute im Rahmen des offiziellen Spatenstichs an den Institutsdirektor des Kunststoff-Zentrums SKZ, Prof. Dr. Martin Bastian, und EZD-Standortleiter Dr. Felipe Wolff-Fabris überreicht.

Förderung der EZD-Erweiterung mit 4,1 Mio. EUR als Signal für die Zukunft

Staatssekretär Weigert: „Das EZD in Selb ist ein national wie international anerkannter Leuchtturm und Innovationsmotor beim Thema Dispergieren. Durch die enge Vernetzung mit den Unternehmen hat die richtungsweisende Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die hier seit 2014 geleistet wird, einen starken Bezug zur industriellen Anwendung. Die Erweiterung erhöht nicht nur die Strahlkraft und Bedeutung des EZD als wissenschaftliches Innovationszentrum. Es werden auch die vielen erfolgreichen mittelständischen Branchenunternehmen, insbesondere in Oberfranken, von der Forschung an Zukunftstechnologien im internationalen Wettbewerb profitieren. Unsere Förderung stärkt das EZD als leistungsfähigen Innovations- und Entwicklungspartner der mittelständischen Unternehmen und ist ein Signal für die Zukunft der Region als bedeutender Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort.“

Labor zur Beschichtung und Dispergier-Technikum

„Die Erweiterung ist ein Meilenstein für die langfristige Entwicklung des EZD und ermöglicht es, die vorhandenen Kompetenzen weiter auszubauen. In einem neuen Gebäude werden u.a. ein Labor zur Beschichtung und Charakterisierung von Oberflächen sowie ein Dispergier-Technikum errichtet. Ziel ist es, neuartige Produkte und Formulierungen bis hin zum Technikumsmaßstab zu entwickeln, um schneller und effizienter auf die steigenden Marktanforderungen reagieren zu können. Die Aufgabe des EZD ist es, Unternehmen bei der Formulierung, Herstellung und Charakterisierung von Dispersionen zu unterstützen“, so Dr. Felipe Wolff-Fabris, Leiter des EZD. 20 hochqualifizierte neue Arbeitsplätze sollen in Selb entstehen. Die Fertigstellung der mit 5,2 Millionen Euro veranschlagten Baumaßnahme ist für Juni 2023 geplant.

Leuchtturm-Projekt

„Es ist ein guter Tag für das Europäische Zentrum für Dispersionstechnologien in Selb,“ freut sich Landtagsabgeordneter Martin Schöffel. „Rückblickend auf die Anfänge bin ich einmal mehr glücklich, dass ich mich mit der aus unserer heimischen Wirtschaft heraus entstandenen Idee für ein Forschungszentrum zum Thema Dispersionstechnologien an das SKZ als Deutschlands größtes Kunststoff-Institut gewandt habe. Das SKZ prüfte und entschied, dass sich der Bau eines solchen Zentrums in Selb lohnt. Dass unser EZD erfolgreich sein wird, dessen waren wir uns schon bei der Eröffnung im Jahr 2014 sicher. Dass so schnell eine Erweiterung notwendig wird, das hätten wir uns damals nicht träumen lassen! Das EZD ist ein Leuchtturm-Projekt bayerischer Wirtschafts-, Struktur- und Technologiepolitik. Durch ein vorbildliches Miteinander – organisatorisch wie finanziell - von Freistaat Bayern, SKZ, heimischer Wirtschaft und Stadt Selb ist ein Forschungszentrum entstanden, das für bayerische Unternehmen ein echter Standortvorteil ist und das Aufträge auch außerhalb Bayerns generiert.“

Entwicklungspartner für die Region

Prof. Dr. Martin Bastian, Institutsdirektor des SKZ: „Ziel der EZD-Gründung war es, eine interdisziplinäre Institution zu gründen und zu etablieren, die den KMUs bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen beim Dispergieren zur Seite steht und somit auch die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen nachhaltig sichern kann. Das Ziel wurde inzwischen sehr erfolgreich erreicht und es konnten viele Projekte, u. a. in den Bereichen Klebstoffe und Harze, Tinten und Farben, Lacke und Beschichtungen, Batteriematerialien sowie Keramik und Porzellan, bearbeitet werden. Mit seinen aktuell elf Festangestellten, darunter Chemiker, Ingenieure und Techniker, ist das EZD durch seine Forschungsarbeiten ein außerordentlich wichtiger Entwicklungspartner für die Industrie und die Region geworden.“

ak