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Flexibles Epoxidharz für die Elektronik

Evonik bringt neues Epoxidharz für hochflexible Elektronikanwendungen auf den Markt. Das Hybridmaterial vereint die Vorzüge von Epoxiden und Silikonen.

Auf Basis seiner Epoxid-Silikon-Copolymer-Technik hat Evonik das neue Epoxidharz Albiflex 297 entwickelt. Dieses Epoxidharz wurde erstmals Ende vergangenen Jahres auf der „International Conference on Electrical, Communication and Computer Engineering“ (ICECCE) vorgestellt und nun offiziell auf den Markt gebracht.

Stufenlos einstellbare Flexibilität

Das Epoxidharz bietet eine optimale Kombination aus Flexibilität sowie chemischer und thermischer Stabilität – dies beugt der Materialermüdung vor und erhöht die Lebensdauer der jeweiligen Anwendung. Zudem besitzt es sehr gute elektrische und dielektrische Eigenschaften, eine hohe Schlagzähigkeit sowie eine nahezu stufenlos einstellbare Dehnung.

Im Gegensatz zu den üblicherweise starren bis spröden Epoxidharzen, können mit dem Albiflex 297 über das richtige Mischungsverhältnis mit einem Standardharz eine sehr hohe Materialflexibilität von bis zu 145 % erzielt werden. Dadurch eröffnet sich ein breites Anwendungsfeld. So schützt das Epoxidharz im sogenannten Sensor-Verguss Elektronikbauteile dauerhaft vor äußeren Einflüssen wie Hitze, Feuchtigkeit, Vibration oder vor chemischen Einflüssen. Darüber hinaus kann es in ermüdungsfreien Klebstoffen, flexiblen Substraten (z.B. kupferbeschichtete Laminate), Folien oder optischen Anwendungen eingesetzt werden.

„Albiflex 297 eignet sich damit für den schnellwachsenden Markt für elastische Klebe-, Füge- und Dichtmassen in der Elektrotechnik und Elektronik“, sagt Stefan Schumann, Technical Director bei Evonik Interface & Performance. „Zudem können unsere Kunden das Copolymer als Substratmaterial für flexible Leiterplatten (FCCL) und als Basispolymer oder Additiv für Vergussmassen in elektronischen Bauteilen einsetzen.“

Portfolio an Epoxidharzen erweitert

Albiflex 297 kann mit allen gängigen Härtern für Epoxidharze vernetzt werden. Weitere mögliche Anwendungsfelder wie Faserverbundwerkstoffe oder Schutzbeschichtungen werden derzeit evaluiert. Mit der Markteinführung dieses Epoxid-Silikon-Copolymers erweitert Evonik das Portfolio an maßgeschneiderten Epoxidharzen.

mg