Filtriersysteme, Extruder und Sensoren: Gneuß auf der K 2019

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Mit seinem umfangreichen Produktportfolio reist Gneuß zur K 2019 und präsentiert neue als auch optimierte Filtriersysteme, Extruder und Sensoren.

Zu den Highlights des Gneuß-Messeauftritts auf der K 2019 gehören das Rotary-Filtriersystem SF Neos, die zweite Generation des Multischnecken-Extruders MRS sowie Sensoren für die digitale Messtechnik. Die Produkte wurden optimiert und sind einfacher und kosteneffizienter als ihre Vorgänger-Modelle.

Ältere Filtriersysteme in einer kosteneffizienteren Lösung vereint

Einfacher und kosteneffizienter als die älteren Modelle: Das Rotary-Filtriersystem SF Neos. Foto: Gneuß

In der Sparte Filtrationstechnologie zeigt Gneuß mehrere unterschiedliche Modelle der patentierten Rotary-Filtriersysteme. Diese kontinuierlichen Filtriersysteme zeichnen sich durch eine Siebscheibe aus, auf der die Siebkavitäten ringförmig angeordnet sind. Siebe können dort gewechselt werden, wo sich die Siebscheibe nicht aktiv im Schmelzkanal befindet, während der Produktionsprozess ohne Unterbrechungen oder Störungen weiterläuft.

Das neue Modell SF Neos wurde entwickelt, um die Eigenschaften mehrerer älterer Modelle in einer einfachen und kosteneffizienten Lösung zu vereinen. Es eignet sich für die meisten Polymerarten und Viskositäten. Das Design wurde verbessert und ist kompakt dank einer vergrößerten aktiven Siebfläche bis zu 2.370 cm². Das Filtriersytem kann einfach und sicher bedient werden mit mehreren für den Siebwechsel zugänglichen Sieben. Auch während des Siebwechsels ist die Druckkonstanz laut Hersteller garantiert.

Der SF Neos eignet sich für Anwendungen, die von einem kontinuierlichen, druck- und prozesskonstanten Siebwechsler profitieren, aber keine Rückspülung benötigen. Der auf der Messe ausgestellte SF Neos 90 hat eine aktive Siebfläche von 260 cm².

Filtriersystem mit Selbstreinigung für anspruchsvolle Anwendungen

Der RSF Genius, laut eigenen Angaben das Spitzenmodell von Gneuß, arbeitet mit einem integrierten Selbstreinigungssystem für sehr anspruchsvolle Anwendungen und sehr hohe Qualitätsansprüche. Die Siebe können bis zu 400 Mal automatisch wiederverwendet werden und es stehen Filterfeinheiten unter 10 µm zur Verfügung.

Auf der Messe gezeigt werden verschiedene Baugrößen, darunter ein RSF Genius 330, der in diesem Jahr der größte Filter auf dem Gneuß-Stand sein wird. Er bietet eine aktive Filtrationsfläche von 2.150 cm².

Des Weiteren wird das Unternehmen zwei KF-Siebwechsler zeigen. Einen KF 75 mit einer aktiven Siebfläche von 44 cm² und einen KF 110 mit einer aktiven Siebfläche von 95 cm². Die kontinuierlichen Filtriersysteme der KF-Serie sind speziell für Anwendungen mit häufigen Materialtyp-, Materialgüte- oder Farbwechseln sowie für Hochdruckanwendungen wie Blasfolien konzipiert.

Zweite Generation der MRS-Extruder mit verbessertem Antriebsdesign

Diverse GPUs in einer Gneuß-Produktionshalle. Die darin eingesetzten MRS-Extruder wurden verbessert. Foto: Gneuß

Der MRS-Extruder wurde verbessert und auf der K-Messe wird die zweite Generation des Designs vorgestellt. Das verbesserte Antriebskonzept ist robuster und eignet sich für noch anspruchsvollere Recyclinganwendungen. Dank einiger Änderungen an der MRS-Trommel und der Schneckenkonstruktion wurde der IV-Erhalt verbessert, während auf eine Vortrocknung weiterhin verzichtet werden kann. Der MRS-Extruder ermöglicht die Verarbeitung von PET ohne Vortrocknung durch ein Wasserring-Vakuumsystem, um das Material direkt zu hochwertigen Endprodukten wie Verpackungsfolie, Verpackungsband oder Filamenten zu verarbeiten. Dies wird durch die patentierte Verfahrenseinheit erreicht.

Basierend auf einem konventionellen Einschneckenextruder ist der Multirotationsbereich eine Trommel mit acht einzelnen Satellitenschnecken, die von einem Zahnkranz und einem Ritzel angetrieben werden. Die in die Trommel geschnittenen Zylinderbohrungen sind etwa 30 % offen und ermöglichen so einen optimalen Zugang zur Schmelze.

Dank dieser Konstruktion ist laut Gneuß die Entgasungsleistung cirka 50 mal höher als bei einem herkömmlich entgasten Einschneckenextruder bei einem Vakuum von lediglich 25 bis 40 mbar. Der MRS-Extruder kann R-PET mit bis zu 1 % Feuchtigkeit verarbeiten. Durch den Verzicht auf ein Tiefvakuumsystem und eine Vortrocknung ist der MRS somit laut Hersteller eine wirtschaftlich effiziente Alternative zu herkömmlichen Technologien.

IO-Link-Schmelzedrucksensoren für digitale Kommunikation

Der IO-Link-Drucksensor eignet sich für die digitale Kommunikation. Foto: Gneuß

Digitale Lösungen für die Messwertübertragung in der Kunststofftechnik werden immer wichtiger. IO-Link ist eine weltweit standardisierte Technologie zur digitalen Anbindung von Sensoren und Aktoren.

Der Gneuß IO-Link-Drucksensor dank der intelligenten, digitalen Kommunikation nicht nur die Überwachung der Elektroniktemperatur, sondern erfasst auch die Betriebsstunden in verschiedenen Lastbereichen. So kann der Anwender im laufenden Betrieb erkennen, wenn der Elektronikkopf aufgrund seines Einbauortes einer hohen Wärmestrahlung ausgesetzt ist oder der Sensor kontinuierlich an der Obergrenze seines Messbereichs arbeitet.

Darüber hinaus präsentiert die Gneuß-Messtechnik auf der K 2019 das komplette Programm an Druckaufnehmern und -transmittern, Temperatursensoren und Zubehör.

kus

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