Management 09.04.2018 0 Bewertung(en) Rating

Feedback geben – aber richtig

Noch folgenschwerer als ein nicht ganz zielgenaues Feedback an die Mitarbeiter ist in Unternehmen nur Eines: Dauerhaft gar kein Feedback zu geben. Fehler sind der Motor des Fortschritts – wenn sie konstruktiv genutzt werden.

Eine klassische Rückmeldung ist zum Beispiel das Arbeitszeugnis. Da es gerade in Deutschland vielen rechtlichen und formalen Vorgaben unterliegt, empfiehlt sich für die HR-Abteilung eine Software zur Erstellung von Arbeitszeugnissen. Außerdem ist es gerade in großen Unternehmen mit vielen Mitarbeitern wichtig, dass die Personalabteilung eine gute Übersicht hat. Mit der entsprechenden Software lassen sich die Arbeitszeugnisse aller Mitarbeiter organisieren und verwalten.

Wie Feedback sein sollte

Feedback ist im Allgemeinen keineswegs defizitorientiert. Das, was gut und erfolgreich läuft, gehört genauso dazu wie Misserfolge und Fehleinschätzungen. Eine gute Feedbackkultur ist fair und konstruktiv, sie sorgt für Transparenz und hohe Kommunikationsqualität im Unternehmen. Feedback-Methoden sind so vielfältig wie Berufe und Branchen, Zielgruppen und die Erwartungen an das Ergebnis. Junge Menschen wie Auszubildende benötigen andere Rückmeldungen als Erwachsene, ein Handwerksbetrieb andere als ein Global Player der Internetbranche. Wichtig ist auch die Frage, welches Ergebnis mit dem Feedback angestrebt wird: Ist es die Rückmeldung für die eigene Leistung als Seminarleiter, der Zwischenstand eines neuen Projekts oder das regelmäßige Mitarbeitergespräch? Generell gilt: Feedbacks sind schnell einsetzbar, einfach durchführbar und regen zu Gesprächen an.

Welche Feedback-Methoden gibt es?

Es gibt allerlei verschiedene Methoden Feedback zu geben. Bei der "Zwei Seiten Methode" halten die Seminarteilnehmer auf einem Blatt die für sie positiven Aspekte auf der einen Seite fest – die negativen auf der Rückseite. Diese Anregungen kommen zur Auswertung entweder direkt anschließend in der Gruppe oder beim Seminarleiter allein zu Hause am Schreibtisch. Beim "Blitzlicht" bekommt jeder Teilnehmer kurz – vielleicht nur eine Minute – Zeit, auf eine konkrete Frage zu antworten, zum Beispiel: Gab es nützliche und hilfreiche Informationen? "Rezension" oder "Brief" sind weitere Möglichkeiten der Rückmeldung. Wie ein Theater- oder Buchkritiker beziehungsweise wie ein Briefschreiber, gibt hier der Mitarbeiter seine Meinung zum Thema ab. Sie enthält bei diesen Formen auch ein persönliches Statement. Mit Ampelkarten in Rot, Gelb und Grün ist eine schnelle Rückmeldung zu jedem Sachverhalt möglich. Bei jungen Startup-Unternehmen findet die Feedback-Kultur in der Regel spontan und häufig noch auf gleicher Augenhöhe statt. Je größer und anonymer ein Unternehmen ist, desto mehr wächst die Notwendigkeit, Rückmeldungsprozesse zu formalisieren und zu strukturieren.

Das Arbeitszeugnis als Feedback-Instrument

Ein Beispiel für das klassische Feedback in einem Unternehmen ist das Arbeitszeugnis. Bei der Abfassung hilft der HR-Abteilung ein entsprechendes Programm. Für die Erstellung von Arbeitszeugnissen gibt es zahlreiche rechtliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen. In Deutschland besitzt der Arbeitnehmer Anspruch auf ein Zwischenzeugnis, ein einfaches oder qualifiziertes Zeugnis. Während das einfache Zeugnis sachlich und objektiv beschreibt, was der Arbeitnehmer macht, stehen im qualifizierten Zeugnis auch Sozialverhalten, Beurteilungen und Bewertungen. Es handelt sich hierbei um die häufigste Form eines Zeugnisses, wie sie in der Arbeitswelt vorkommen. Auch formal macht der deutsche Gesetzgeber viele Vorschriften. Der Arbeitnehmer besitzt das Recht, das Zeugnis innerhalb einer bestimmten Frist zu erhalten. Er kann auch Nachbesserungen verlangen – zum Beispiel dann, wenn die Personalabteilung mit den bekannten "Geheimcodes" arbeitet. "Er bewies stets viel Verständnis für die Belange der Belegschaft" bedeutet in Wahrheit: Dieser Arbeitnehmer ist ein beinharter Gewerkschaftler oder Betriebsrat, der viel Ärger in das Unternehmen bringt.

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