Fast so dünn wie Folie

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Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, hat die Hans Fleig GmbH mit Sitz in Lahr/Schwarzwald "Dünnwandtechnologie im technischen Spritzguss" in über 4.000 Arbeitsstunden bis zur Serienreife entwickelt und perfektioniert.

Das Projekt erstreckte sich von der Werkzeugkonstruktion mit Simulationsstudien über den Formenbau und die spezielle Heißkanaltechnik bis hin zur Weiterentwicklung technischer Kunststoffe und der Modifizierung von Boy-Spritzgießautomaten. Die Entwicklung spezieller Schneckengeometrien, der Einsatz neuer Pumpentechnik, Software-Neuerungen und verschiedene andere Modifikationen gewährleisten dabei ein dynamisches und exaktes Einspritzen.

Mit der Entwicklung erfüllt Fleig insbesondere die Anforderungen der Automobilhersteller nach kleineren, kompakteren, leichteren, rationellen, leistungsfähigeren und dennoch kostengünstigeren Bauteilen. Gleichzeitig wurde ein Fokus auf die Themen Energieeffizienz und Ressourcenschonung gelegt. Zum Einsatz kommt bei den Boy-Spritzgießautomaten von Fleig das Plastifiziersystem Econplast, das Energieeinsparungen von rund 50 % bringt.

"Nach anfänglicher Zurückhaltung haben insbesondere die Automobil- und Elektronikindustrie die Vorteile dieser Technik erkannt", erklärte Fleig-Geschäftsführer und Projektleiter Wolfgang Isenmann auf dem 4. Technologietag Hybrider Leichtbau von Leichtbau BW in Stuttgart. "Techniker und Ingenieure schätzen das kompakte Design für Anwendungen, die in der Vergangenheit technisch im Spritzguss nicht umsetzbar waren. Die Deutlich kleineren und kompakteren Dimensionen ermöglichen Einsparpotenziale und technische Lösungen in bisher ungeahnten Größenordnungen."

Die Wandstärken-/Fließwegverhältnisse liegen bei 1:250. Somit realisiert Fleig Bauteile nahe der Folientechnik. "Da, wo viele an technische Grenzen stoßen, beginnt unsere Arbeit", so Isenmann.

sk

Lesen Sie mehr dazu im Schwerpunkt Spritzgießen in der K-ZEITUNG 14/2017.

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