Fanuc digitalisiert den Service

Der digitale Service Fanuc Assisted Reality (FAR) unterstützt Techniker beim Service vor Ort. Foto: Fanuc

Mit der App Fanuc Assisted Reality (FAR) ergänzt Fanuc sein Service-Angebot in Deutschland um einen digitalen Dienst.

Mit dem neuen digitalen Service, der auch für Spritzgießmaschinen verfügbar ist, will Fanuc auch in Zeiten von Reisebeschränkungen und Abstandsregeln die Kunden so umfassend wie möglich unterstützen. Gleichzeitig verspricht sich das Unternehmen von FAR eine weitere Verbesserung des Services. FAR ermöglicht es Nutzern in Form einer App, über eine sichere Datenverbindung Bilder und Videos auszutauschen und diese in Echtzeit mit schriftlichen Anmerkungen zu versehen.

Martin Miksche, Serviceleiter von Fanuc Deutschland: „Durch FAR steigt die Wahrscheinlichkeit, im ersten Gespräch mit dem Kunden zu erkennen, welcher Fehler vorliegt und welche Ersatzteile und Werkzeuge nötig sind“ Foto: Fanuc

„Durch die Software steigt die Wahrscheinlichkeit, bereits im ersten Gespräch mit dem Kunden zu erkennen, welcher Fehler vorliegt und welche Ersatzteile und Werkzeuge nötig sind“, erklärt Martin Miksche, Serviceleiter von Fanuc Deutschland.

Auch bei laufenden Reparatur-Einsätzen hilft FAR: Service-Techniker können die App nutzen, um mit Kollegen Rücksprache zu halten und Fehler gemeinsam zu analysieren. Für die nötige Sicherheit beim Datenaustausch sorgt eine spezielle End-zu-End-Verschlüsselung. Auf die Benutzerfreundlichkeit wurde bei der Entwicklung der FAR-Software ebenfalls großen Wert gelegt. So funktioniert die App auch in Umgebungen mit einer sehr niedrigen Datenübertragungsgeschwindigkeit.

Schnelle Problembehebung durch die App

Voraussetzung für den Einsatz von FAR ist die Zustimmung des Kunden. Doch diese sind dem Service gegenüber sehr aufgeschlossen: „Kürzlich meldete sich ein Kunde mit einem Maschinenproblem bei unserer Service-Hotline“, berichtet Miksche. „Der zuständige Service-Techniker stand in dem Moment nicht zur Verfügung. Weil der Kunde sofort Hilfe wünschte, sprang ein Kollege aus einem anderen Produktbereich ein.“ Bereits nach zwei Stunden traf der Techniker beim Kunden ein, holte sich durch FAR Unterstützung bei einem Experten der Fanuc-Hotline und fand die Lösung. „Nach 20 Minuten war das Problem behoben“, sagt Miksche.

Service-Einsätze werden sich durch die Digitalisierung verkürzen

Wird FAR künftig flächendeckend eingesetzt, dürften viele Kunden von kürzeren Service-Einsätzen profitieren. Bereits im Jahr 2020 vergingen deutschlandweit durchschnittlich weniger als 20 Stunden zwischen dem Anruf eines Kunden bei der Fanuc-Hotline und dem Eintreffen eines Service-Technikers vor Ort. Im Schnitt waren die Einsätze weniger als 28 Stunden nach dem Anruf erfolgreich abgeschlossen, was auch an einer Ersatzteilverfügbarkeit von 99,98 % lag.

Miksche ist überzeugt, dass sich dieser Wert mit FAR mittelfristig auf unter 24 Stunden reduzieren lasse. Der Einsatz von FAR in Deutschland könnte nun weltweit Schule machen: Auch die Zentrale des Unternehmens in Japan sowie andere Niederlassungen prüfen derzeit eine Nutzung der Software, um den Kundenservice weltweit weiter zu beschleunigen.

sk

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