Fakuma will noch internationaler werden

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Friedrichshafener Kunststoffmesse Fakuma setzt 2020 auf Digitalisierung, Vernetzung und Nachhaltigkeit und kratzt an der Marke von 2.000 Ausstellern.

Ein gutes Jahr vor der 27. Fakuma zeigt sich Veranstalter Schall optimistisch: 2020 wird die Messe erneut an der 2.000-er Marke kratzen und sämtliche vorhandenen Hallenflächen des Messegeländes in Friedrichshafen belegen, so das Messeunternehmen P. E. Schall GmbH & Co. KG, das gleichzeitig eine weiter steigende Internationalität der Fachmesse für Kunststoffverarbeitung ankündigte. 2018 waren 1.933 Aussteller aus 40 Nationen zur Fakuma nach Friedrichshafen gekommen, und beinahe 48.000 Fachbesucher aus 126 Ländern nahmen das Branchenhighlight am Bodensee wahr.

Die Fakuma, deren 27. Auflage vom 13. bis 17.10.2020 wie immer in Friedrichshafen stattfinden wird, ist seit vielen Jahren anerkanntes Branchen- und Technologiebarometer, wenn es um Neuheiten rund um das Spritzgießen mit den zugehörigen Themen Material, Maschine, Peripherie, Prozesse und Simulation geht.

Fakuma beim Spritzgießen weltweit in einer Spitzenposition

Besucher erhalten auf der Fakuma einen umfassenden Überblick über sämtliche Kunststofftechnologien: Ob Spritzgießen – hier sieht sich die Fakuma weltweit in einer Spitzenposition – Extrusionstechnik, Thermoformen oder 3D-Printing: Der Anwender kann sich auf der Fakuma über alle für die Kunststoffbe- und -verarbeitung relevanten Verfahren, Technologien und Tools gezielt informieren.

Einer der Gründe für den Erfolg der Kunststoffmesse im Dreiländereck: Die Fakuma ist eine Arbeitsmesse für gestandene Praktiker, die sich konsequent an der Prozesskette der Kunststoffverarbeitung orientiert. Hier können Aussteller und Fachbesucher direkt auf Augenhöhe miteinander konkrete, neue Projekte diskutieren. Die Themen Digitalisierung, Vernetzung, weiterführende Prozessintegration und Systemlösungen bei Anlagen und Peripherie sind auch bei den Kunststoffverarbeitungsmaschinen längst angekommen und werden die Branche weiter bewegen; vieles, was bisher unter der Überschrift Digitale Transformation noch Plan, Vision und Theorie war, wird bei der Fakuma 2020 Fakt sein. Deshalb sollten sich alle Interessenten im Bereich der Kunststoffverarbeitung den Messebesuch im Herbst 2020 schon heute im Kalender notieren, so der Tipp von Schall.

Vernetzung schreitet voran

Produkte und Services im Bereich Produktionstechnik sind sinnvoll mit lT zu durchwirken, um Ressourcen zu sparen, transparenter und flexibler zu werden und effizienter zu arbeiten. Hier haben sich Hersteller von Kunststoffverarbeitungsmaschinen inzwischen deutlich bewegt und die Digitalisierung und Vernetzung ihrer Maschinen vorangetrieben. Die Fakuma 2020 wird nach Überzeugung von Schall Weiterentwicklungen und Nutzen für den Anwender zeigen.

Der Kreislauf kommt in Gang

Den Veranstaltern der Fakuma ist auch bewusst: Kunststoffe haben derzeit kein gutes Image in der breiten Öffentlichkeit; die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikmüll ist beinahe täglich Thema der Nachrichten. Die Kunststoffindustrie hat ein echtes Reputationsproblem. Daher ist nach Überzeugung von Schall hier sachliche Aufklärung und eine differenzierte Diskussion erforderlich. Für Limonade und Mineralwasser, die relevantesten Getränkearten für PET-Flaschen am deutschen Markt, spielt Kunststoff als Verpackungsmaterial zum Beispiel eine bedeutende Rolle: Das Einwegpfand wirkt hier positiv, die Wertstoffkreisläufe sind nahezu geschlossen. Aufgrund des vergleichsweise geringen Gewichts hat hier die Kunststoffverpackung eine bessere Ökobilanz als die Glasflaschen. Für Nachhaltigkeit muss und wird immer mehr Kunststoff eingesetzt werden.

Der Begriff der Kreislaufwirtschaft oder Circular Economy ist in der Kunststoffindustrie längst etabliert. Es geht nicht mehr um das „Ob", sondern um das „Wie". Dass die Kreislaufwirtschaft auch im Kunststoffmaschinenbau angekommen ist, war bereits auf der Fakuma 2018 sichtbarer denn je; auf der Fachmesse 2020 soll es zu den wichtigsten Themen avancieren und intensiv behandelt werden. Zumal nur durch Dialoge das Erreichen höherer Recyclingquoten oder die Effizienz-Verbesserung der Abfallwirtschaft global gemeistert werden kann.

gk

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