Fachtagung zur Verarbeitung transparenter Kunststoffe

Transparente Kunststoffe stehen im Mittelpunkt einer Fachtagung des KUZ. Foto: KUZ

Mit transparenten Kunststoffen in der Spritzgießverarbeitung befasst sich am 27. und 28. September 2021 eine Fachtagung am Kunststoff-Zentrum in Leipzig.

Die Fachtagung des Kunststoff-Zentrums in Leipzig (KUZ) beleuchtet Potentiale, Anwendungen und Grenzen des transparenten Werkstoffs. Referenten aus Industrie und Forschung vermitteln, in welchen Bereichen transparente Kunststoffe Anwendung finden, welche Herausforderungen damit verbunden sind und wie verschiedene Branchen vom Einsatz dieser Kunststoffe und innovativen Entwicklungen profitieren können.

Das Fachprogramm ist in die folgenden drei Themenblöcke untergliedert:

  • Transparente Kunststoffe – Eigenschaften und deren Modifizierung, Besonderheiten in der Verarbeitung
  • Herausforderungen in der Spritzgießfertigung einschließlich Qualitätssicherung
  • Praxisprojekte mit transparenten Kunststoffen

Erfahrungen mit transparenten Kunststoffen

Materialhersteller berichten konkret über Potentiale von Polycarbonat, Polymethylmethacrylat (PMMA), Cyclo-Olefin-Copolymer (COC) und Polypropylen für verschiedene Anwendungen. Anwender transparenter Kunststoffe stellen exemplarisch Praxisprojekte vor, in denen sich die konkreten Anforderungen an Materialien von der Entwicklung bis zur verfahrenstechnischen Umsetzung widerspiegeln. Ebenso werden Qualitätskontrollen im Prozess thematisiert. Dabei geht es um Fragen der Vermessung bis hin zur Charakteristik von Gesamttransmission, Trübung und Bildschärfe nach Norm. Ein Ausblick auf die Möglichkeiten der additiven Fertigung mit transparenten Materialsystemen rundet die Vortragsreihe ab.

Fachtagung zeigt Anwendungen im Technikum

Im Technikum des KUZ und in der begleitenden Fachausstellung werden Praxisanwendungen zu sehen sein. Gezeigt werden unter anderem verfahrenstechnische Aspekte bei der Compoundierung transparenter Kunststoffe, die Herstellung von COC-Platten bis zur Qualitätskontrolle sowie verschiedene Prüfkörper für Materialvoruntersuchungen. Ein weiterer Fokus liegt auf der Herstellung von mikrofluidisch strukturierten Biochips, dem Spritzprägen optischer Bauteile und der ultraschallunterstützen Abtrennung von Mikrolinsen. Die Reinraumfertigung von kleinen Endoskoplinsen mit automatisierter Entnahme und optischer Fehlererkennung rundet die praktischen Demonstrationen ab.

sk