Fachkräftemangel in der Kunststoffverarbeitung hält an

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Für drei von vier Kunststoffverarbeitern sind fehlende Fachkräfte nach wie vor eines der aktuell größten Probleme. Aber auch der Nachwuchs macht Sorgen.

Wie Roland Roth, Präsident Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV), bei der traditionellen Jahrespressekonferenz am Aschermittwoch erklärte, ist zwar das Geschäftsklima der Kunststoffverarbeitenden Industrie nach wie vor von Zuversicht geprägt. Entsprechend rechnet der GKV für 2019 auch mit einem weiteren Umsatzwachstum von 2 %.

Gibt es einen Mangel an Fachkräften und Auszubildenden? Foto: GKV

Sorgen bereitet aber nach wie vor der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden. Roland Roth: „Die Gewinnung von Auszubildenden und Fachkräften steht für die meisten Kunststoffverarbeiter wegen des demografischen Wandels ganz weit oben auf der Agenda. Drei von vier Kunststoffverarbeitern sehen sich, ausweislich der Ergebnisse der jährlichen Unternehmensbefragung des GKV, mit diesem Problem konfrontiert.“

Besonders schwierig gestaltet sich nach Worten von Roth die Suche nach Verfahrensmechanikern und Kunststofftechnikern sowie nach Auszubildenden für die technischen Berufe: „Ob und inwieweit das neue Fachkräftezuwandergesetz hier nachhaltig Abhilfe schaffen kann, bleibt abzuwarten. Es ist eher damit zu rechnen, dass sich der Wettbewerb vor allem um Auszubildende und technisch-ausgebildete Nachwuchskräfte in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Hierzu bedarf es neuer Antworten der Unternehmen.“

Zusätzliche Ausbildungsplätze in der Kunststoffverarbeitung schaffen

Roland Roth,  Präsident des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie GKV, sieht den Fachkräftemangel als eines der größten Probleme der deutschen Kunststoffverarbeiter. Foto: K-ZEITUNG/Kögel

Eine Antwort muss nach fester Überzeugung des GKV-Präsidenten in der Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze in den Betrieben der Kunststoffverarbeitung bestehen.

Dabei gibt Roth zu Bedenken, dass die in allen Teilen der Wirtschaft fortschreitende Digitalisierung auch vor den Arbeitsplätzen in der Kunststoffindustrie nicht halt macht. „Es gilt daher auch, unsere Ausbildenden bestmöglich auf diese unumkehrbare Entwicklung vorzubereiten“, so Roth.

gk

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