Exzellenz als entscheidender Faktor

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In Zusammenarbeit mit Tebis gelang es dem Werkzeug- und Formenbauer Sanvito & Somaschini, den Fräsprozess zu optimieren und hohe Produktionsleistungen zu erreichen.

Sanvito & Somaschini ist ein italienisches Unternehmen für Formenbau und die Herstellung besonderer Kunststoffteile für die Automobilindus­trie. Das ursprüngliche Werk in Carate Brianza verfügt über 25 Fräsmaschinen und ist für Schruppen und Schlichten kleiner Formwerkzeuge sowie für Montage und Tryout der Werkzeuge für Beleuch­tungskörper zuständig. Das Kerngeschäft, bestehend aus Engineering, Montage und Tryout der mittelgroßen und großen Formwerkzeuge, erfolgt   im Werk in der Ortschaft Renate.

Exakte Planung bis ins kleinste Detail

Dank der Fokussierung auf die Sektoren Engineering und Montage kann das Unternehmen heute­ das gesamte Spektrum an Kunststoffformrahmen umsetzen: vom Stoßfänger bis zur Seitenwand, vom Heckspoiler bis zur Motorhaube, aber auch hochkomplexe Scheinwerfer und Leuchten.

Für die Herstellung eines Formwerkzeugs mit größeren Abmessungen benötigt das Sanvito & Somaschini Team von der Simulation bis zur Abnahme ungefähr 18 Wochen. In der Vergangenheit waren für dieselben Abläufe 24 Wochen nötig. Diese Zeitersparnis ist das Ergebnis der sorgfältigen Vorarbeit und Prüfung durch die Engineeringabteilung. Diese erstellt auch die Machbarkeitsstudie und wählt die am besten geeigneten Produktionsmittel aus. „Am Ende des Prozesses müssen sowohl die Düsenseite als auch die Auswurfseite in ausgesprochen hoher Qualität und den Vorgaben entsprechend beim Werkzeugmacher ankommen. Daher haben wir unser Know-how im Werkzeugbau verstärkt auf die Engineeringabteilung verlagert“, sagt Salvatore­ Morreale, Ingenieur und Werksleiter. Früher legte man für eine Bearbeitung einfach das Formwerkzeug mit den entsprechenden Bewegungen fest und setzte das direkt in der Fertigung um. Heute­ wird eine Bearbeitung erst freigegeben, nachdem alle notwendigen Daten für die einwandfreie Fertigung des Werkstücks eingegeben wurden.

Automatisierung für die gesamte Fertigung

Von Anfang an bemühte sich die Unternehmensleitung immer um Qualität und effiziente Produktionsleistungen. Dies war ein Grund, weshalb Sanvito & Somaschini sich vor etwa 20 Jahren zur Umrüstung auf Tebis Software entschied. Tebis bot zudem Lösungen an, die das Unternehmen im Zuge der wachsenden Anforderungen der Scheinwerferproduktion für optimal hielt. Die Zusammenarbeit zwischen Tebis und Sanvito & Somaschini weitete sich bald aus: 2004 entschied Alfredo Sanvito, den Prozess der Elektrodenkonstruktion zu automatisieren und eine Reihe von Maschinen mit mannlosen Arbeitszyklen einzuführen. Dafür beschloss er, die damals neue Tebis Simulationssoftware zu erwerben. Damit landete das Unternehmen einen Treffer: Die für Elektrodenmaschinen eingeführte Automatisierung wurde nach und nach auf die gesamte Werkstatt ausgedehnt. So verfügt Sanvito heute über beispielhafte Effizienz, optimierte Betriebsabläufe und fortschritt­liche Technologie.

Die Produktion ist mit Maschinen der neuesten Generation ausgestattet. Das Werk in Renate arbeitet mit Hochgeschwindigkeitsfräsen, Funkenerosions- und Tiefbohrmaschinen. Foto: Tebis

Die Fräsabteilungen des Werks in Carate Brianza arbeiten nicht mit herkömmlichen Werkzeugmaschinen, sondern mit Hochgeschwindigkeitsfräsen – meist palettiert und mit fünf Simultanachsen – sowie mit Funkenerosions- und Tiefbohrmaschinen. „In der Produktion führen wir ausschließlich hochwertige Bearbeitungen mit hohem Anspruch durch“, sagt Morreale. „Im Unter­schied zu einer herkömmlichen Fertigung entspricht die Ausrüstung unseres Maschinenparks genau diesen Ansprüchen. Im Büro verfügen wir über die geeigneten Kompetenzen und CAD/CAM-Lösungen, um jeden beliebigen Fräsprozess auszuführen. So entsprechen wir den Anforderungen des Auftraggebers und vermeiden mögliche Probleme bereits im Vorfeld.“

Gerade die hohe Qualität, die Tebis­ im Bereich der Simulation und Prozesssicherheit bietet, war ausschlaggebend für die Entscheidungsfindung bei Sanvito & Somaschini. 2013 und 2014 war es einem CAD/CAM-Softwarekonkurrenten gelungen, eine Alterna­tivlösung im Unternehmen zu platzieren. Nach einer 18-monati­gen technischen Vergleichsprüfung kam Sanvito & Somaschini von dem Konkurrenzprodukt ab, da sich die Kollisionskontrolle und die Maschinensicherheit im Vergleich mit den Anforderungen als unzureichend erwiesen. Im Laufe der Jahre hat Sanvito & Somaschini­ viele Tebis Softwarelösungen erworben, darunter 2,5D- sowie 3- und 5-Achsen-Bearbeitungen, Simulationsmodule, Postprozessoren und Schnittstellen. Dementsprechend verfügt der Formenbauer heute über ein breites Spektrum an Betriebsmitteln und Softwarelösungen.

Aktuell verwendet das Unternehmen 17 Floa­ting-Lizenzen für die Bearbeitung von Formwerkzeugen: 15 Werkzeugbau Premium und zwei kürzlich erworbene Profi. Hinzu kommen zahlreiche Zusatzkomponenten für die Konstruktion (Flächenmodellierung), Fertigung (2,5D Bohren und Fräsen Plus, 5-Seiten-Bearbeitung) sowie Fertigungsaufbereitung (CAD-Datenaufbereitung für CNC-Prozesse). Auch die CNC-Automatisierung (Feature-Technologie Regelform), CNC-Effizienz (Programmieren mit virtueller Maschine, zeitgleicher Berechnungsprozess) sowie CNC-Sicherheit (Kollisionserkennung Maschine) zählen zu den Komponenten.

Prozessintegration im Sinne der Rentabilität

Ein weiterer Pluspunkt von Tebis ist die Integrierbarkeit in den Prozess und die Verwaltung in einer einzigen Benutzeroberfläche. Ein umfassendes und stabiles Prozessumfeld zu strukturieren, das mit der Verwaltung sämtlicher Bearbeitungszyklen ausgestattet ist, war ein wichtiger Faktor, um die Rentabilität des Unternehmens zu erhöhen. Dabei gab die Möglichkeit, hocheffiziente und optimierte­ Prozesse zu strukturieren, den Ausschlag: Sie erhält die betriebliche Gewinnspanne. „Sämtliche Produktionsmittel von Werkzeugen und Maschinen über Bearbeitungsparameter und -features bis hin zu Strategien wurden nicht nur mit Tebis Software entwickelt, sondern sind auch innerhalb dieser abgebildet“, erklärt Morreale. „Dies gewährleistet hochwertige Produktqualität.“

Zu den Innovationen von Tebis, die den meisten Anklang fanden und sofort im Unternehmen eingesetzt wurden, gehört das adaptive Schruppen. Diese Technologie modelliert das Layout der Wege ohne Vollschnitt und passt diese automatisch an die Geometrie der Komponenten an. Dabei kommt die ganze Schnitttiefe des Werkzeugs zum Einsatz. Diese Strategie kann sich besonders bei der Bearbeitung von Komponenten mit steilen Kavitäten als äußerst nützlich erweisen. Da Sanvito & Somaschini über ein breites Spektrum an Tebis Softwarelösungen verfügt, konnte der Werkzeug- und Formenbauer vor Kurzem mit dem Einsatz einer neuen Technologie für Verbundkunststoffe begin­nen. Diese beruht nicht auf Spritzguss, sondern auf Formpressen (Compression Moulding), wodurch sich dem Unternehmen neue und interessante Perspektiven auf dem internationalen Markt eröffnen.

sl

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