Evonik trennt sich von Methacrylat

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Evonik verkauft seinen Methacrylat-Verbund für 3 Mrd. EUR an den Finanzinvestor Advent International und fokussiert sich auf die Spezialchemie.

Evonik verkauft seinen Methacrylat-Verbund für 3 Mrd. EUR an Advent International. Ein entsprechender Vertrag wurde Anfang März unterzeichnet. Der Bereich, der unter anderem einen Grundstoff für Plexiglas herstellt, beschäftigt weltweit 3.900 Mitarbeiter und umfasst 18 Produktionsstätten. Das Geschäft generierte über den Zeitraum 2016-2018 im Durchschnitt einen jährlichen Umsatz von etwa 1,8 Mrd. EUR. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet Evonik mit einem Umsatz in ähnlicher Höhe.

Konzentration auf die Spezialchemie

Der Verbund umfasst die Geschäftsgebiete Methacrylates, Acrylic Products, Cyplus sowie Teile der Methacrylat-Harze der Marke Plexiglas. Im Zuge der strategischen Ausrichtung auf Produkte der Spezialchemie, die weniger konjunkturabhängig sind, hatte Evonik den Verbund zum Verkauf gestellt. Die Beteiligungsgesellschaft Advent International zählt zu den erfahrenen Finanzinvestoren in der Chemieindustrie.

Verkauf finanziert Übernahme von Peroxychem

Den Verkaufserlös wird Evonik zur Stärkung der Bilanzstruktur, vor allem aber für gezielte Wachstumsprojekte nutzen. Dazu zählt auch die Finanzierung der Übernahme des amerikanischen Unternehmens Peroxychem, die Evonik im laufenden Jahr abschließen will. Darüber hinaus sollen die Mittel zum Ausbau des Spezialchemie-Portfolios verwendet werden, etwa zur Errichtung einer neuen Polyamid-12-Anlage in Marl.

mg

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