Erwartungen der K-Branche an das K-Jahr 2022

Michael Zobel, Vorstandsvorsitzender Plastics Europe Deutschland. Foto: PED

Dr. Michael Zobel, Vorstandsvorsitzender von Plastics Europe Deutschland, wirft einen Blick auf die Erwartungen der K-Branche an ein spannendes K-Jahr 2022 mit der K-Messe in Düsseldorf.

Ein K-Jahr ist immer ein besonderes Jahr für unsere K-Branche - in dieses K-Jahr 2022 geht die Branche mit besonders hohen Erwartungen. Traditionell werden auf „unserer“ Weltleitmesse die wichtigsten Innovationen der nächsten Jahre präsentiert. Trotz angespannter Lieferketten und corona-bedingter Herausforderungen sind wir als Kunststoffbranche gut aufgestellt. Unser hochfunktionaler Werkstoff ist gefragt und in puncto Innovationskraft sind Kunststoffe schwer zu übertreffen.

K-Branche erwartet Wachstum der Weltwirtschaft

Wie schnell sich allerdings die Marktsituation im neuen Jahr entspannen wird, ist in pandemischen Zeiten schwer vorherzusagen. Prognosen gehen von einem kräftigen Wachstum der Weltwirtschaft im Laufe des zweiten Halbjahres aus, von dem auch unsere Branche profitieren wird. Allerdings: Engpässe bei Lieferketten drohen laut Annahmen des Verbandes der Chemischen Industrie noch bis in den Sommer dieses Jahres.

Klar ist, dass wir Kunststofferzeuger uns mit voller Kraft dafür einsetzen, jegliche Art von Lieferverzögerungen so gut wie möglich zu verhindern. So stellen manche unserer Mitgliedsunternehmen ihre Kunden auf Kunststoffe um, die eine höhere Liefersicherheit haben. Andere wiederum entscheiden sich für externe Zukäufe von Vorprodukten, die üblicherweise intern hergestellt werden.

K-Branche erwartet grundlegende Transformationen

Diese Flexibilität und Expertise wollen wir auch in grundlegende Transformationen einbringen. Die neue Regierung hat deutlich gemacht, wie wichtig die Industrie für einen Wandel hin zu einem nachhaltigen Leben ist. Hier spielt unsere Branche eine entscheidende Rolle. So widmet der Koalitionsvertrag einen ganzen Abschnitt der Kreislaufwirtschaft. Die Koalitionäre sehen diese ebenso wie wir als Schlüsseltechnologie auf dem Weg zu einem effizienteren Umgang mit Ressourcen – und somit auch zum Erreichen von Klimaneutralität und mehr Umweltschutz.

Konkret sieht der Vertrag die Erarbeitung einer Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie vor. Als Treiber der Kreislaufwirtschaft wollen wir hier Know-how und Erfahrung einbringen und uns gerne gemeinsam mit Politik, Wissenschaft und NGOs an die Arbeit machen. So kann die Strategie einen praxisnahen Rahmen zur Förderung von Innovationen bieten: Wir setzen auf effiziente Recyclingtechnik, die neben dem werkstofflichen Recycling auch das chemische umfassen. Wir setzen auf smart designte, recycelbare Produkte. Wir setzen auf alternative Rohstoffquellen wie CO 2 oder Biomasse. Und wir setzen darauf, die Projekte schnell zu skalieren.

K-Messe im K-Jahr 2022 mit drei Schlüsselthemen

All diese Innovationen fügen sich mit den drei Leitthemen der K 2022 zusammen: Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung. Und so wird die Weltleitmesse K im Oktober in Düsseldorf das Schaufenster zu einer nachhaltigen und effizienten Industrie sein. Ein Schaufenster, aus dem heraus wir erkennen: Unsere Branche macht Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz noch mehr zum Erfolgskonzept ihres Geschäftsmodells!

Und um dies zu erreichen, laden wir die Meinungsbildner aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft dazu ein, mit uns auf der K-Sonderschau ‚Plastics shape the future‘ gemeinsam Lösungen, Ideen und Chancen zu diskutieren und zu identifizieren. Seien Sie unbedingt vom 19. bis 26. Oktober auf der K 2022 in Düsseldorf dabei!

Dr. Michael Zobel, Vorstandsvorsitzender Plastics Europe Deutschland

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