Engpass bei PA66: Lohnt ein Umstieg?

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Wegen schlechter Verfügbarkeit von PA66 suchen viele Verarbeiter nach Werkstoff-Alternativen. Ascend CEO Phil McDivitt gibt den Rat, nicht übereilt zu handeln.

Die besonderen Eigenschaften von Polyamid 6.6 (PA66) haben diesen Kunststoff in vielen Anwendungen zum Werkstoff der Wahl gemacht, um technische Herausforderungen in einer Reihe von Branchen zu lösen. Aufgrund vieler Berichte über die derzeit mangelnde Verfügbarkeit von PA66 und der Suche vieler Verarbeiter nach alternativen Werkstoffen für ihre Anwendungen, hat Phil McDivitt, CEO von Ascend Performance Materials jetzt folgendes Statement abgegeben. Ascend ist ein rückwärts-integrierter Hersteller von PA66 mit Sitz in den USA.

Phil McDivitt, CEO Ascend Performance Materials: Trotz der schlechten Verfügbarkeit von PA66 ist ein Wechsel auf ein anderes Material mit Blick auf die Kosten oft nicht sinnvoll. Foto: Ascend

„Wir der Ansicht, dass es notwendig ist, unsere Verpflichtung zu bekräftigen, der gestiegenen Marktnachfrage nach PA66 gerecht zu werden, unsere Kunden zu unterstützen und einen zuverlässigen Betrieb aufrechtzuerhalten. Unsere erklärten Kapazitätserweiterungen sollen das Wachstum unserer Kunden unterstützen. Die angekündigte Kapazitätserweiterung für Adipinitril, einem wichtigen Zwischenprodukt für PA66, um 40.000 jato ist nahezu abgeschlossen, und wir arbeiten daran, weitere 180.000 jato bis 2022 fertigzustellen. Wir planen also, weitere Kapazitäten hinzuzufügen, um den Großteil der auf dem Markt herrschenden Einschränkungen zu beseitigen.

Es gibt einen Grund, weshalb PA66 so gefragt ist. Es ist der Mix aus relativ geringen Kosten, hohen Leistungen und guter Verarbeitbarkeit, was PA66 in vielen technisch anspruchsvollen Anwendungen zum Material der Wahl gemacht hat. Hinzu kommen in den verschiedenen Branchen die höchsten Produktionszahlen, die wir je gesehen haben.

Einschränkung soweit wie möglich verringern 

Ascend erkennt, dass die Verfügbarkeit von Nylon 6,6 derzeit eingeschränkt ist, und wir arbeiten mit unseren Kunden zusammen, um diese Einschränkung soweit wie möglich zu verringern. Unsere jüngste Akquisition in Tilburg, Niederlande, läuft auf Hochtouren und produziert Compounds für unsere europäischen Kunden, einschließlich derer, die den Automobilsektor bedienen.
Ebenso produzieren unsere Werke in Foley, Alabama, und Greenwood, South Carolina, auf optimalem Niveau. Unser Standort in Pensacola befindet sich weiterhin im Force majeur, die Produktion läuft aber wieder bei rund 90 Prozent der Kapazität.

PA66-Verfügbarkeit auch in Zukunft begrenzt

Die Verfügbarkeit von PA66 wird auch in Zukunft begrenzt sein, aber wir verpflichten uns, die langfristigen Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen. Das Ersetzen von PA66 durch ein anderes Material verursacht Kosten, die über die Kosten hinausgehen, die derzeit durch den PA66-Enpass verursacht werden.“

mg

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