Elastomer-Dichtung mit Intelligenz

Dätwyler integriert intelligente Elektronik oder Sensorik in Elastomer-Dichtungen, um beispielsweise die vorausschauende Wartung zu ermöglichen.

Alternativ können diese intelligenten Elemente auch direkt auf die Elastomer-Oberfläche von Dichtungen gedruckt werden, um eine funktionale Struktur zu bilden. Die intelligenten Dichtungslösungen bieten eine Vielzahl von Vorteilen.

Im Beispiel eines eingebetteten RFID-Chips können Informationen gespeichert werden, die Herstellern im Mobilitätssektor deutliche Vorteile bringen können. So lässt sich beispielsweise die Authentizität eines Bauteils leicht überprüfen, während Teilenummern und Produktionsdaten im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung von Lieferketten auch zu Rückverfolgbarkeit beitragen können. Komponenten, die ähnlich aussehen, wie etwa Membranen, können ebenfalls überprüft werden, um beim Zusammenbau von Baugruppen sicherzustellen, dass die Teile in dem jeweils richtigen Material verwendet werden.

Intelligente Dichtungslösungen erkennen Leckagen

„Die Fortschritte bei intelligenten Dichtungslösungen gehen weit über die Lieferkette hinaus. Beispielsweise können sensoraktive Schichten innerhalb von Elastomeren auf Druck oder Berührung reagieren und sogar Leckagen oder das Vorhandensein von Flüssigkeiten auf der Oberfläche einer Dichtung erkennen, was zu neuen Möglichkeiten im Hinblick auf vorausschauende Wartung führt“, erklärt Dr. Norbert Haberland, Head of Business Development and Cooperation Advanced Technologies bei Dätwyler. „In dem Maße, wie wir voranschreiten und die Elektrifizierung weiter an Fahrt gewinnt, ist es höchst wünschenswert, solche Eigenschaften in Batteriepaketen zu haben, wo jede Form von Leckage zu reduzierter Funktionalität oder sogar Überhitzung führen kann.“

Elektronische Komponenten wie Chips und Sensoren können auch Parameter wie Temperatur, Flüssigkeitsstände und Abrieb erkennen, wenn sie in Dichtungslösungen integriert sind. Diese Informationen tragen ebenfalls dazu bei, dass Fahrzeuge vorausschauende Analysen liefern können, was wiederum das Risiko ungeplanter Ausfallzeiten und sogar potenzieller Sicherheitsprobleme senken kann.

Dätwyler hat kürzlich außerdem eine Dichtungslösung zu einer Duroplastabdeckung beigesteuert, die im Forschungsprojekt Leimot zu einem 25 % leichteren Verbrennungsmotor beiträgt.

sk

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