Eine völlig neue Stoffklasse

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Franz Hinterecker, CEO von Kraiburg TPE spricht mit der K-ZEITUNG exklusiv über neue Produkte und die K 2019.

Der CEO von Kraiburg TPE Franz Hintercker treibt den Einsatz der neuen TEH voran. Foto: Kraiburg TPE

Zur Fakuma 2018 eingeführt, haben die Thermoplastischen Elastomer Hybride inzwischen einen festen Platz im Produktportfolio von Kraiburg TPE. „Wir sind dabei die Produktpalette abzurunden, etwa durch zusätzliche immer wieder angefragte Eigenschaften, wie Kraftstoffbeständigkeit oder Temperaturbeständigkeit“, erklärt der CEO von Kraiburg TPE Franz Hinterecker. Man sei mittlerweile in der Lage, aus nahezu jeder Kautschuk/Thermoplast-Kombination ein TPE herzustellen. Doch nicht alles, was möglich ist, sei dabei auch sinnvoll, so Hinterecker.

Erste Kundenanfragen und -projekte werden bereits bearbeitet. Da der Prozess so neu sei – fast eine neue Welt, wie Hinterecker betont, dauern die Entwicklungsprozesse mitunter auch etwas länger. „Wir erschließen mit dem Werkstoff Anwendungen, die bisher mit Kautschuk produziert wurden. Wir kommen aber aus der Kunststoffindustrie. Die Prozesse und Maschinen sind für viele Unternehmen, die aus der Kautschukwelt kommen neu und entsprechend erklärungsbedürftig. Die Frage ist nun, wie wir die beiden Welten vereinen.“

Kooperation mit dem Gummiwerk

Ein großer strategischer Vorteil von Kraiburg TPE in diesem Zusammenhang ist der direkte Zugriff auf Kautschuk-Know-how über das Gummiwerk Kraiburg. Insbesondere während der Entwicklungsphase der Werkstoffklasse gab es eine enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, die beide zur Kraiburg Holding  gehören. „Wir gehen dabei Schritt für Schritt vor, um das Investitionsrisiko zu kontrollieren“. Im Moment reichen die Produktionskapazitäten aus. Weitere Investitionsmöglichkeiten werden geprüft.

Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden globalen Konjunktur agiert man in Waldkraiburg lieber vorsichtig und investiert mit Augenmaß. Hinterecker stellt auf allen Märkten – mit Ausnahme von Nordamerika – eine abgeschwächte wirtschaftliche Dynamik fest. Die Gründe sieht er vor allem in den erhobenen Zöllen und den Skandalen in der Automobilindustrie – vom anstehenden Brexit merke man momentan noch eher wenig. Sorgen macht man sich in Waldkraiburg keine – im Gegenteil – „die letzten  Jahre sind bei uns sehr gut gelaufen. Dass diese Hochkonjunktur sich abschwächen wird, davon sind wir ausgegangen“ erklärt Hinterecker.

Neue Materialien zur K 2019

Für die K-Messe rechnet der Unternehmenschef mit einer deutlichen Konzentration auf das Thema Nachhaltigkeit. „Die Kunststoffindustrie gerät immer mehr in die Kritik und muss darauf reagieren. Man sollte Kunststoffe tatsächlich nur dort einsetzen, wo es wirklich notwendig ist. In bestimmten Bereichen, etwa bei Lebensmittelverpackungen kann man noch einiges optimieren. Deshalb freuen wir uns, dass wir pünktlich zur K 2019 ein innovatives Material für diesen Markt präsentieren können. Das Messehighlight von Kraiburg TPE bilden zwei neue Produktreihen, welche speziell für den Einsatz in wiederverwendbaren Verpackungen, zum Beispiel für Verschlusssysteme, Ventile und Dichtungen entwickelt wurden. Der Verbraucherschutz steht für uns an erster Stelle. Somit konzentrierten wir uns bei der Entwicklung auf eine signifikant verbesserte Migrationskontrolle, auch in Kontakt mit Fatty Food, und die wichtigsten Zulassungen für den Kontakt zu Lebensmitteln.

pl

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