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Werkzeugtechnik

Edle Kunststoffteile umweltfreundlich gefertigt

Deckerform präsentiert zur Fakuma Lösungen, mit denen edle Kunststoffteile so wirtschaftlich wie umweltfreundlich gefertigt werden können

Entsteht live am Deckerform-Stand: Die hochwertige Klammer ist als frei fallendes Kunststoffteil konzipiert. Besucher können das praktische und universell verwendbare Produkt aus PET-Recopound als Give-away mitnehmen.
Entsteht live am Deckerform-Stand: Die hochwertige Klammer ist als frei fallendes Kunststoffteil konzipiert. Besucher können das praktische und universell verwendbare Produkt aus PET-Recopound als Give-away mitnehmen.

Unter dem aussagekräftigen Motto „Be a green leader“ zeigt der Aichacher Systemanbieter Deckerform in diesem Jahr in nachhaltig gestalteten Produktionsprozessen, wie edle Kunststoffteile umweltfreundlich gefertigt werden. Gemeinsam mit leistungsfähigen, innovativen Partnern legen die Kunststoffspezialisten einen ganzheitlichem Fokus auf die Prozesskette – vom wiederverwendeten Kunststoffmaterial über die leistungsfähigen vollelektrischen Toyo-Spritzgießmaschine inklusive robuster Temperiertechnik bis zu werkstoffsparenden Verfahren für nachhaltig „grüne“ Produkte aus Kunststoff kommt alles aus einem Guss.

Der Werkzeugbau- und Spritzgießtechnikspezialist Deckerform aus Aichach zeigt gemeinsam mit Partnern auf der Fakuma 2023, wie man die Produktion „grüner“ Kunststoffprodukte nachhaltig und gleichzeitig auch sehr effizient und wirtschaftlich fertigen kann. Dazu betrachten die Kunststoffexperten den gesamten Lebenszyklus und setzt bewusst auf umweltverträgliche Produktionstechnologien und Werkstoffe. Dabei sind die ökologisch sinnvoll gefertigten Teile längst auch mit einem hohen Anspruch an Design, Haptik und Oberfläche vereinbar. Die Kunststoffexperten von Deckerform zeigen auf der Fakuma gemeinsam mit Leonhard Kurz, einem Spezialanbieter für Dünnschichttechnologie, dem Werkzeugbau Röttger aus Marienheide und Toyo europe, dem Spezialisten für effiziente, effektive und nachhaltige vollelektrische Spritzgießmaschinen, was hier bereits heute möglich ist.

Ganzheitlich agierenden Systempartner

Die Wurzeln von Deckerform liegen im Werkzeug- und Formenbau. Inzwischen steht das Unternehmen jedoch für weit mehr als nur hochwertige Werkzeuge und Formen. Auftraggeber aus unterschiedlichsten Branchen schätzen die Kunststoffexperten als ganzheitlich agierende Systempartner, die ihren Auftraggebern einen deutlichen Mehrwert bieten können. Im Verbund mit seinen leistungsfähigen Partnern bietet Deckerform über die klassische Spritzgusszelle hinaus komplette schlüsselfertige und produktionsreife Gesamtlösungen auch für anspruchsvolle und komplexe Werkstücke an. Maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Anwender und deren Werkstücke und immer mit dem klaren Fokus auf nachhaltige und hocheffiziente Produktionsstrategien und -prozesse.

In diesem Feld zeigen die Kunststoffexperten hochkarätige Anwendungen am Fakuma-Messestand. Ein Anwendungsbeispiel, das vor Ort in Produktion gezeigt wird, ist etwa die Fertigung von Teilen aus recycelten Werkstoffen mit einer hochwertigen Hochglanz-Optik. Die Kunststoff-Experten präsentieren das am Beispiel eines hochwertigen Door-Trim. Dieses Panel einer edlen automotiven Türverkleidung entsteht mittels passivem Spritzschäumen aus einem Recycling-ABS. Weil sich Deckerform inzwischen zu einem Kompetenzzentrum für IMD-Lösungen insbesondere auch bei komplexen Teilen mit hohen Anforderungen an die Oberfläche entwickelt hat, bekommt das Panel eine hochwertig anmutende In-Mold-Decoration (IMD). 

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Öko kann auch edle Optik

Der Door-Trim entsteht auf der Fakuma live auf einer vollelektrischen Toyo-Spritzgießmaschine Si 350-6s mit Spritzeinheit D75E und einer 60er-Schnecke. Die Temperierung erfolgt über zwei 9-kW-Deckerform-Temperiergeräte. Die Peripherie ist von digicolor, und das schonende Teilehandling übernimmt zudem ein 3-Achs-Roboter X5-25 von Sepro. Das passive Spritzschäumen (Treibmittel im Kunststoff) erfolgt im komplett geschlossenen Werkzeug. Das passive Spritzschäumen ist einfach anwendbar wie klassischer Spritzguss und ist damit im Prinzip außerdem auch für konventionelle Spritzgießwerkzeuge geeignet. Je nach Werkstück kann der Anwender 5 bis 8 Prozent Material und damit auch Gewicht einsparen. Die Folie, die für die edle Optik sorgt und die im Werkzeug hinterspritzt wird, bringen die Werkzeugbauer im Rolle-zu-Rolle-Verfahren ein. Sie kaschiert auch eine eventuelle Schlierenbildung aus dem Spritzschäumprozess.

Durchdachtes Konzept berücksichtigt den kompletten Lebenszyklus

Mit dem notwendigen Know-how im Produktionsprozess geht Nachhaltigkeit mit hoher Effizienz und außerdem mit rationeller Produktion Hand in Hand. Am Fakuma-Messestand zeigt das Beispiel einer Klammer ohne Metallteile, wie die Kunststoffexperten die Herausforderung gemeistert haben, ein Produktdesign zu finden, das ohne metallische Federn und ähnliche Elemente dauerhaft die für eine sichere Klemmung notwendige Spannung gewährleistet.

Mit Tauchkantenwerkzeugen setzt Deckerform auf Nachhaltigkeit: Der Heißkanal mit Nadelverschluss erlaubt einen prozesssicheren und ‑stabilen Spritzschäumprozess. Wenn edle Kunststoffteile umweltfreundlich gefertigt werden sollen, müssen die Experten intelligente Lösungen finden
Mit Tauchkantenwerkzeugen setzt Deckerform auf Nachhaltigkeit: Der Heißkanal mit Nadelverschluss erlaubt einen prozesssicheren und ‑stabilen Spritzschäumprozess. Wenn edle Kunststoffteile umweltfreundlich gefertigt werden sollen, müssen die Experten intelligente Lösungen finden

Das Werkzeug für diese Anwendung kommt zudem von einem weiteren Deckerform-Partner - vom Werkzeugbau Röttger. Der Werkzeugbauer aus Marienheide hat für seine Werkzeuge das patentierte Einsatzwechselsystem RQM entwickelt, mit dem sich Werkzeugeinsätze mit wenigen Handgriffen auf der Spritzgießmaschine wechseln lassen. Löst man einen Hebel, lassen sich die Einsätze quasi wie Schubladen einfach nach oben aus der Stammform herausziehen und tauschen. 

Grüne Produktion im Fokus

Deckerform steht auch bei der auf der Fakuma gezeigten Anwendung für die schlüsselfertige Gesamtlösung. Neben den Live-Produktionen stellen die Kunststoffspezialisten zahlreiche weitere nachhaltige Projekte vor. Beispielsweise der „Circutray“. Das Startup Circujar löst mit seinem Mehrwegglassystem das klassische Einwegglas ab und etabliert einen völlig neuen Mehrwegkreislauf. Zum smarten Transport und zur Präsentation der Pfandgläser haben Deckerform und Circujar das stapelbare und wendbare "Circutray“ entwickelt. Mit dem Einsatz von recyceltem und recycelbarem HDPE und dem gewichteinsparenden Spritzschäumverfahren stand für Deckerform und den Anwender auch hier Ressourcenschonung über den gesamten Lebenszyklus im Vordergrund.

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