E-Learning als Chance für die Kunststoffbranche

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Die Einführung von E-Learning vereinfacht die Weiterbildung, braucht aber klare Ziele, so der zertifizierte E-Learning Manager Dr.-Ing. Marco Thornagel.

Schon bei seinem Schritt in die Selbstständigkeit 2019 war für Dr. Thornagel klar, dass er möglichst schnell ein E-Learning-Standbein aufbauen möchte. Denn seiner Überzeugung nach fehlt es gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen der kunststoffverarbeitenden Industrie bislang an funktionierenden Konzepten zur Einführung von E-Learning.

Die wirklichen Chancen in dem Aufbau einer tragfähigen Lernkultur

„Dies ist weniger eine Frage der verfügbaren Inhalte, das Angebot wächst täglich oder lässt sich Inhouse selbst produzieren. Sondern vielmehr eine Frage nach dem individuellen Weg eines Unternehmens. Neben den vordergründigen Kosten-Vorteilen von E-Learning, liegen die wirklichen Chancen in dem Aufbau einer tragfähigen Lernkultur“, so Dr. Thornagel, der seit April 2020 als European E-Learning Manager zertifiziert ist und so das Beratungsangebot von Thornagel Consulting um ein neues Standbein erweitert.

E-Learning braucht Akzeptanz von Führungskräften und Belegschaft

Der aktuelle umfassende Wandel (Digitalisierung, E-Mobilität, Circular Economy usw.) bei gleichzeitiger Verknappung geeigneter Fachkräfte übt Druck auf die Unternehmen aus, die vorhandene Belegschaft vielfältig und kontinuierlich weiter zu bilden. Wirtschaftlich lässt sich das nur mit neuen Lernformen umsetzen. „Dazu braucht es jedoch klare Ziele und die Akzeptanz von Führungskräften und Belegschaft. Sonst wird der Weg steinig“, weiß Dr. Thornagel.

„Zum Glück haben andere Branchen bereits 20 Jahre Erfahrung mit E-Learning. Man muss also nicht mehr alle Fehler selbst machen. Diese Überlegung war für mich die treibende Kraft hinter der Zertifizierung zum European E-Learning Manager. Ich beschäftige mich zwar schon fast 20 Jahre in unterschiedlicher Intensität mit Wissensmanagement und Weiterbildung, von meiner Promotion am IKV in Aachen bis zuletzt als Prokurist am SKZ in Würzburg“, erklärt Dr. Thornagel.

Nach Corona die Digitalisierungsschritte sehr strukturiert angehen

„Als Berater“, so Dr. Thornagel weiter, „war es mir jetzt aber wichtig, über den Tellerrand unserer Branche zu blicken und meinen methodisch/didaktischen Werkzeugkoffer um Best-Practice aus anderen Branchen zu vervollständigen – im Interesse meiner Kunden. Gerade Corona hat den Druck zur Digitalisierung von Kommunikation und Lernen massiv erhöht. Während der ersten Wochen lag der Fokus vieler Unternehmen ganz pragmatisch darauf, den Laden einfach am Laufen zu halten. Wenn bald etwas Routine einkehrt, empfehle ich, die nächsten Digitalisierungsschritte sehr strukturiert anzugehen, um die Potenziale optimal zu heben.“

Das Zertifikat „Certified European E-Learning Manager“ wird von der Steinbeis Akademie in Kooperation mit dem Celm-Komitee, Luzern, vergeben. Die Dozentin ist eine der Macher hinter der Learntec, der größten europäischen Messe für digitales Lernen.

Das Beratungsangebot von Dr. Thornagel umfasst Workshops zur Bedarfsermittlung und zur Konzeption von E-Learning-Einführungen. Kurzfristig startet Dr. Thornagel zudem ein Webinar-Reihe, mit denen er grundsätzliche Fragen zur Vorgehensweise bei der Einführung von E-Learning zu beantwortet. Interessierte können sich bereits jetzt per Email vormerken lassen.

gk

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