Doppelschneckenextruder für Spezial-Polyolefine

Vor kurzem hat Heroplas die Compoundieranlage rund um den Coperion-Doppelschnekcenextruder ZSK 45 Mc18 in Betrieb Betrieb genommen und produziert damit Polyolefine für Spezialanwendungen in Klein- bis Kleinstmengen. Foto: Heroplas

Für den Produktionsstart von Heroplas liefert Coperion zwei ZSK-Doppelschneckenextruder für die erfolgreiche Herstellung von Spezial-Polyolefinen

Damit der seit Kurzem am Markt agierende Compoundeur Heroplas technische Polyolefine wie Polypropylen (PP), Polyethylen (PE), Thermoplastischen Elastomeren (TPE), Thermoplastischen Vulkanisaten (TPV) und deren Polymerblends maßgeschneidert und in sehr kleinen Mengen herstellen kann, hat das in Spenge beheimatete Unternehmen seine Produktion mit zwei ZSK-Doppelschneckenextrudern von Coperion ausgestattet.

Flexibel und einfach bedienbar

Dank ihrer komfortablen Bedienung und der hohen Flexibilität in der Konfiguration eignen sich die Coperion ZSK-Extruder besonders gut für die vielen, schnellen Produktwechsel bei Heroplas. Foto: Heroplas

Wie Coperion erklärt, zeichnen sich die beiden Extruder ZSK 26 Mc18 und ZSK 45 Mc18 durch ihre hohe Flexibilität in der Konfiguration und ihre sehr komfortable Bedienung aus. Beides zusammen bildet die Grundlage für kurze Rüstzeiten bei häufig anfallenden Rezepturwechseln und sichert Heroplas die effiziente Herstellung der Spezialcompounds trotz kleinster Produktionsmengen.

Heroplas, Spenge, ist ein Joint Venture der Sitraplas GmbH, Bünde, und der KRS Kunststoff Recycling & Service GmbH, Spenge. Der Spezialitäten-Compoundeur Sitraplas stellt seit vielen Jahren erfolgreich Kleinstchargen hochwertiger Technischer Kunststoffcompounds her und übernimmt die Forschungs- und Entwicklungsaufgaben bei Heroplas. Die Produktion erfolgt im ostwestfälischen Spenge.

ZSK-Doppelschneckenextruder für maximale Flexibilität bei Polyolefin-Herstellung

Polyolefine zeichnen sich durch ihre leichten Verarbeitungseigenschaften und eine hervorragende chemische Beständigkeit aus. Deren Entwicklung und Herstellung für Spezialanwendungen in Klein- bis Kleinstmengen stellt allerdings hohe Anforderungen an Heroplas. Um effizient wirtschaften zu können, müssen nicht nur die firmeninternen Abläufe auf die hohe Anzahl der Kleinaufträge optimiert werden. Auch die Produktionsanlagen müssen für häufige Rezepturwechsel ausgelegt sein und gleichzeitig eine sehr hohe Compoundqualität garantieren.

Ideal geeignet dafür sind der Laborextruder ZSK 26 Mc18 sowie der ZSK 45 Mc18 mit 45 mm Schneckendurchmesser. Beide Coperion-Extruder können mit Unterwasser- sowie Stranggranulierung im Nass- und Trockenschnitt kombiniert werden. Sie erlauben dank ihres modularen Aufbaus die Konfiguration für eine Vielzahl unterschiedlichster Prozessvarianten.

Zahlreiche Schnellwechselfeatures an den Coperion-Extrudern sichern deren komfortable, effiziente Bedienung mit nur wenigen Handgriffen. So ermöglichen beispielsweise Schnellverschlüsse an Einlauftrichtern, Entgasungsdomen und Entlüftungen den schnellen Umbau der Anlagen und somit kurze Rüstzeiten bei Rezepturwechseln. Die Stillstandzeiten der Compounder sinken deutlich.

Kurze Rüstzeiten reduzieren Stillstände

 „Kurze Rüstzeiten sind für uns essenziell“, erläutert der Geschäftsführer von Heroplas, Tim Hencken, der die ZSK-Technologie von Coperion sehr schätzt. „Regelmäßige Produktwechsel erfordern regelmäßige Maschinenumstellungen und damit Stillstände. Wir entwickeln und produzieren technische Polyolefine in Auftragsgrößen von durchschnittlich 1,5 Tonnen. Hierbei kommt uns die einfache, flexible Handhabung unserer Extruder sehr entgegen. Mit ihnen können wir kurze Standzeiten trotz zahlreicher Rezepturwechsel realisieren. Zudem sichern uns die ZSK-Extruder von Coperion durchgehend eine sehr hohe Produktqualität ohne Schwankungen. Dafür schätzen uns unsere Kunden.“

Da alle Prozessparameter über die gesamte ZSK-Baureihe konstant sind, kann Heroplas die auf der Laboranlage entwickelten Spezialrezepturen problemlos auf seinen größeren Coperion-Extruder übertragen. Dieses zuverlässige Scale-up gibt dem Compoundeur zusätzliche Flexibilität in der Abwicklung seiner Aufträge.

Kundenspezifische Rezeptierung für viele Einsatzbereiche

Im Fokus von Heroplas stehen die Entwicklung und Produktion technischer Polyolefine, insbesondere Rezeptierungen von anwendungsspezifischen Compounds in den Bereichen PP, PE, TPE und TPV und deren Blends. Durch gezielte Modifikationen entwickelt Heroplas kundenspezifische Produkte für vielfältige Einsatzbereiche, zum Beispiel in der Medizintechnik, im Bereich Automotive oder auch in der Hausgeräte-, Sportgeräte- und Elektronikindustrie.

Heroplas arbeitet bei der Konzeptionierung der Kunststoffe eng mit Sitraplas zusammen und hat direkten Zugriff auf deren umfangreiches Know-how in den Bereichen Farbeinstellungen, Analytik und Verfahrenstechnik.

Auch in weiteren Unternehmensbereichen wird sich Heroplas an seiner Schwester Sitraplas orientieren. So legt Sitraplas bereits seit vielen Jahren großen Wert auf eine umweltverträgliche Produktion. Das Unternehmen hat seinen CO2 -Ausstoß deutlich reduziert – ein Ziel, das auch Heroplas an seinem Standort in Spenge verfolgen wird.

gk

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