Foto: Domo
CO2-Fußabdruck bei Kunststoffen: Domo will bis 2050 seine Technyl-Polyamide klimaneutral produzieren (Scope-1 und Scope-2).

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Domo ab 2050 klimaneutral

Domo kündigt neue Nachhaltigkeitsziele an. Der Fokus liegt dabei auf einer schrittweisen Reduzierung der Treibhausgase bis hin zur Klimaneutralität ab 2050.

Domo kündigt neue Nachhaltigkeitsziele an. Der Fokus liegt dabei auf einer schrittweisen Reduzierung der Treibhausgase bis hin zur Klimaneutralität ab 2050.

Der Polyamid-Hersteller Domo hat neue Nachhaltigkeitsziele angekündigt und sich selbst verpflichtet ab 2050 klimaneutral zu wirtschaften. Auf dem Weg dorthin setzt man sich folgende Teilziele:

  1. Bis 2030 die Treibhausgasemissionen (Scope-1- und Scope-2) gegenüber 2019 um 40 % reduzieren, bis 2040 um 80 %, ab 2050 dann komplette Klimaneutralität.
  2. Den Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen sich bis 2030 auf 50 % und bis 2040 auf 100% erhöhen. Im Jahr 2019 lag er bei nur 4 %.
  3. Der Umsatzanteil mit Rezyklaten im Bereich Engineered Materials soll sich bis 2030 gegenüber dem heutigen Ausgangswert von 10 % auf 20 % verdoppeln.

Domo hat bereits Fortschritte bei den ersten beiden Zielen gemacht: Die CO2-Emissionen wurden von 400 kt im Jahr 2019 auf 350 kt im Jahr 2021 reduziert, und der Anteil seines Stroms aus erneuerbaren Quellen wurde von 4 % im Jahr 2019 auf 10 % erhöht.

„Nachhaltigkeit ist der Kern der Unternehmensstrategie bei Domo“, sagt CEO Yves Bonte. „Nach dem Feedback unserer Kunden ergreift Domo nun die Initiative, um in enger Partnerschaft mit Kunden und Lieferanten in Sachen Nachhaltigkeit eine Führungsrolle einzunehmen.“

Klimaneutral bis 2050

Um die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, will Domo seine Treibhausgasemissionen durch verschiedene Initiativen reduzieren – darunter Partnerschaften, neue Recyclingtechnologien und Investitionen in die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe. So wird der Polyamid-Hersteller in Energieeffizienz und erneuerbare Energien investieren, während Abfallstoffe und Biomasse den CO2-Reduktionsplan vervollständigen. Im Bereich Recycling will Domo das chemische Recycling und das Recycling von Produktionsabfällen stärken. Weitere Einzelheiten gibt das Unternehmen auf der K 2022 im Oktober in Düsseldorf bekannt.

Domo Beyond: Die strategische Komponente

Domo Beyond heißt das Managementsystem, das für Domo auf den Weg in die Nachhaltigkeit umreißt. Es umfasst konkrete mittel- und langfristige Maßnahmen für die wichtigsten Interessengruppen: Mitarbeiter, Investoren, Lieferanten und Kunden sowie die Politik. Es umfasst auch ein Governance-System sowie eine jährliche Leistungsmessung.

„Wir sind fest entschlossen, unsere ehrgeizigen Ziele bis 2030 und 2050 auch wirklich zu erreichen“, erklärt Wilfred Debus, Chief Corporate Development Officer. „Wir werden mit strategischen Partnern erfolgreich sein, die sich gemeinsam denselben Zielen verschrieben haben wie Domo. Unser Ziel ist es, zukünftige nachhaltige Ökosysteme im Polyamid-Recycling sowie dekarbonisierte Verarbeitungswege mitzugestalten“, fügte er hinzu.

Erster Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht

Kürzlich veröffentlichte Domo seinen ersten Nachhaltigkeitsreport. Der Report bildet die Grundlage für eine Reihe von Jahresberichten, in denen Domo seine Fortschritte und Meilensteine auf dem Weg in die Nachhaltigkeit bis 2030 darlegen wird. Der englischsprachige Bericht kann direkt im Web heruntergeladen werden.

Kürzlich gab Domo ein Gemeinschaftsprojekt mit Hynamics bekannt, einer 100-prozentigen Tochter der EDF-Gruppe. Hynamics ist auf die Produktion von kohlenstoffarmem Wasserstoff spezialisiert. Ziel der Partnerschaft ist die vollständig kohlenstoffneutrale Nutzung des von Domo eingesetzten Wasserstoffs. Darüber hinaus wird Domo im Herbst sein erstes Group Ecovadis-Rating bekannt geben und erwartet, ein Rating innerhalb der Branchenstandards zu erreichen.

mg