Digitalisierungslösung fürs Werkzeugmanagement

Jürgen Wenger und Axel Niemeyer, Leiter Werkzeugmanagement der BMW Group, setzen auf die Digitalisierungslösung von Digital Moulds. Foto: BMW Group
Jürgen Wenger und Axel Niemeyer, Leiter Werkzeugmanagement der BMW Group, setzen auf die Digitalisierungslösung von Digital Moulds. Foto: BMW Group

Digital Moulds hat seine Digitalisierungslösung Mould Base für das Werkzeugmanagement inzwischen auch bei der BMW Group weltweit im Einsatz.

Die Haidlmair-Tochter Digital Moulds bietet für den Werkzeug- und Formenbau eine Digitalisierungslösung hauptsächlich für die Werkzeugüberwachung und das Werkzeugmanagement an. Auch der Automotive-Hersteller ist von diesen innovativen Lösungen überzeugt. BMW ist ja nicht nur bekannt für seine Premium-Automobile, sondern zudem auch für den Einsatz von innovativen Technologien. Dabei setzt die BMW Group gerade auch in der Produktion Maßstäbe, etwa mit der kontinuierlichen Optimierung der Wertschöpfungskette. Außerdem gehört auch die Verwendung von künstlicher Intelligenz oder von Digitalisierungslösungen zum Repertoire der Premium-Autobauer. Und genau in diesem Bereich unterstützt Digitial Moulds ab sofort den OEM.

Bei der Fahrzeugentwicklung und -produktion haben die Werkzeuge zur Bauteilherstellung einen großen Anteil an der Produktion. Insbesondere Spritzgießwerkzeuge werden für die Herstellung von einem schier unüberschaubaren Spektrum an fahrzeugspezifischen Kunststoffteilen benötigt. Allein bei der BMW Group sind das unzählige Werkzeuge weltweit. Das macht den Einsatz einer entsprechenden Digitalisierungslösung notwendig.

Know-how im Werkzeugbau für Digitalisierungslösung von Vorteil

Im Werkzeugmanagement setzt BMW die Digitalisierung der Supply Chain mit Hilfe von digitalen IoT-Lösungen um. Ziel ist, aus dem bisherigen "Klotz" aus Werkzeugstahl „smarte“ Produktionsmittel zu machen. BMW ermöglicht das mit einem Trackingsystem für Spritzgießwerkzeuge, das den aktuellen Standort, den Betriebszustand und die Ausbringung des Werkzeugs in Echtzeit übermittelt. Dabei ist diese Technologie unabhängig von lokaler Infrastruktur. Die Datenkommunikation dieser Digitalisierungslösung erfolgt über das GSM-Netz und ist zudem global verfügbar. Das System wird nach dem „Plug and Play“ Prinzip installiert.

Das Mould Monitoring Device zeichnet sich besonders mit einer sehr frühen Integration in den Produktionsprozess aus. Schon bei der Werkzeugentstehung, also lange bevor das erste produzierte Teil vom Band läuft, kommt Mould Monitoring um Einsatz. Dabei verfolgen die Werkzeugspezialisten bereits in dieser frühen Phase, an welchem Ort sich das Spritzgießwerkzeug befindet. Mould Monitoring liefert zudem Daten zu Standort, Betriebszustand und Produktion. Das kann beispielsweise eine Meldung sein, wenn sich ein Werkzeugtransport verzögert. Außerdem meldet diese Digitalisierungslösung auch, wenn der Anwender die ersten Abmusterungen ausführt oder im weiteren Verlauf die Produktion bei einem Lieferanten eine bestimmte Stückzahl erreicht.

Keine Überraschungen dank Werkzeugmanagement von Digital Moulds

Die Digitalisierungslösung informiert die Verantwortlichen der BMW Group sowie beim jeweiligen Lieferanten automatisch und frühzeitig über anstehende Auffälligkeiten. Die BMW Group gewährt über das interne System IPQ (Integrated Parts Quality) zudem auch den jeweiligen Lieferanten Einblick in die gewonnenen Daten. Automatisierte Meldungen verringern darüber hinaus die Reaktionszeit in der Supply Chain deutlich und ermöglichen den Industrialisierungsverantwortlichen das frühzeitige Einschreiten bei auftretenden Problemen.

„Wir möchten keine Überraschungen in der Produktion unserer Teile. Der Beitrag der Werkzeuge zur Versorgungssicherheit wird mit dem digitalen Werkzeugmanagement deutlich transparenter.“, erklärt Axel Niemeyer, bei BMW Group zuständig für das zentrale Werkzeugmanagement. Bei der BMW Group werden seit Ende 2019 kontinuierlich Spritzgießwerkzeuge mit dem System Mould Monitoring ausgerüstet. Die Zusammenarbeit mit der BMW Group sieht das junge Unternehmen Digital Moulds als eine große Chance und daher auch als hervorragende Ergänzung zur Weiterentwicklung seiner Digitalisierungslösung.

Neben der weltweiten Tracking-Funktion und der Möglichkeit, den Betriebszustand sowie Produktionsdaten des Werkzeugs in Echtzeit abzurufen, arbeiten die Entwickler bereits an weiteren innovativen Funktionen der Digitalisierungslösung. Dazu gehören beispielsweise die Analyse von Bewegungsmustern über integrierte Beschleunigungssensoren. Dies generiert zudem wichtige Prozessdaten vieler Werkzeuge. Die automatisierte und lückenlose Dokumentation dieser Prozessdaten ist darüber hinaus die Ausgangsbasis für die Anwendung moderner Big-Data-Technologien im Sinne der weiteren Optimierung der Supply Chain.

Anwendernutzen bei Werkzeugmanagement im Fokus

Digital Moulds arbeitet bei der Weiterentwicklung seiner Digitalisierungslösung bereits mit führenden Spritzgießmaschinenherstellern zusammen, um gerade in diesem Bereich Automatismen zu schaffen. Denn in Zukunft sollen die gewonnenen Daten die Basis für die Kommunikation zwischen den Teilnehmern des Spritzgießprozesses sein. Das Werkzeug ist der zentrale Koordinator, der als Treiber im Prozess agiert. Dabei steht der Anwendernutzen im Mittelpunkt. Die direkt am Spritzgusswerkzeug ermittelten Prozessdaten ermöglichen zum Beispiel auch Condition Based Maintenance respektive Predictive Maintenance. Der Einsatz dieser Technologien führt zudem zur rechtzeitigen Detektion von kritischen Veränderungen im Produktionsprozess. So lassen sich Ausfallzeiten verringern und planbar gestalten.

Werkzeugüberwachungssystem mit Formenbauer-Know-how
Das Unternehmen Digital Moulds aus dem österreichischen Sierning bietet mit Mould Monitoring ein innovatives Werkzeugüberwachungssystem. Dieses System erfüllt zudem die Anforderungen an eine moderne Digitalisierungslösung. Die Mutterunternehmen Haidlmair (Oberösterreichisch) und Siegfried Hofmann (Bayern) unterstützen Digital Moulds mit fachspezifischen Know How. Das Team von Digital Moulds hat darüber hinaus schon jahrzehntelange Erfahrung im Werkzeugbau und in der Produktion von Kunststoffteilen.