Die Zukunftsthemen der additiven Fertigung

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Beim Forum AM Science stellen führende Wissenschaftler in 13 Vorträgen im Rahmen der Rapid Tech 2019 neueste Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung vor.

Die Additive Fertigung ist in der Industrie angekommen: So werden schon zahlreiche Medizinprodukte oder Komponenten für die Luft- und Raumfahrt mittlerweile additiv in Serie produziert. Weitere Branchen sind auf dem Weg dorthin. In nur wenigen Jahren hat sich eine rasante Entwicklung von einer Nische in der Prototypenfertigung in den Industriealltag vollzogen – dank einer immensen Forschungsintensität und -geschwindigkeit in der Wissenschaft und in den Unternehmen.

Deutschland nimmt in Europa eine Spitzenposition ein, wenn es um Innovationen für Additive Manufacturing geht. „Und Erfurt ist der gefragte Platz, um neueste Entwicklungen vorzustellen. Im Forum AM Science zur Rapid Tech + Fabcon 3D werden die Zukunftsthemen der additiven Fertigung sichtbar. Viele junge Wissenschaftler nutzen das Podium, um ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und mit potenziellen Anwendern zu diskutieren“, betont Prof. Dr. Gerd Witt.

Der Inhaber des Lehrstuhls für Fertigungstechnik an der Universität Duisburg-Essen, Mitbegründer der Erfurter Veranstaltung und gemeinsam mit Michael Eichmann von Stratasys Vorsitzender des Fachbeirats, verantwortet die inhaltliche Ausrichtung des zweitägigen Forums AM Science, das am 26. und 27. Juni 2019 in der Messe Erfurt stattfindet.

Großes Interesse aus der Wissenschaft

Das anhaltend große Interesse, in diesem Forum präsentieren zu dürfen, belegt die Zahl von 30 eingereichten Vorträgen aus Europa und Übersee für 13 zu vergebende Plätze. „Die Auswahl erfolgt über ein Double-Blind-Review. Renommierte Forscher aus dem Bereich der additiven Fertigung bilden die Reviewkommission und bewerten die eingereichten Arbeiten ausschließlich anhand ihres fachlichen Wertes, ohne Namen und Funktion der Einreicher zu kennen. Damit stellen wir sicher, dass Themen mit einem hohen Innovationsgrad und signifikanter Relevanz für Anwender präsentiert werden“, erläutert Prof. Witt den Prozess.

Die Beiträge der 2019er Session kommen von Wissenschaftlern deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie aus Singapur. Sie stellen Neu- und Weiterentwicklungen bei Werkstoffen und Materialkombinationen für die additive Fertigung vor, ebenso optimierte Prozesse für eine effiziente Verarbeitung der Materialien und eine positive Beeinflussung der Bauteilparameter bereits während der Fertigung.

Innovativer Ansatz aus dem Kunststoffbereich

Einer der innovativen Ansätze kommt aus dem Kunststoffbereich. In einer Kooperation der Universität Duisburg-Essen und des Siemens-Konzerns wurde das FLM-Verfahren dahingehend weiterentwickelt, dass endlosfaserverstärkte Polymere mittels Laservorwärmung direkt verarbeitbar werden und im Ergebnis verbesserte mechanische Eigenschaften aufweisen.

Aufgezeigt wird weiterhin, dass durch Forschung und Entwicklung sowohl im Kunststoff- als auch im Metall-Bereich immer mehr Anwendungsfälle adressiert werden und die additive Fertigung Breitenwirkung erfährt. Dadurch rücken Themen der Nachbearbeitung sowie der Kombination additiver und subtraktiver Verfahren weiter in den Vordergrund, die ebenfalls während des zweitägigen Forums an verschiedenen Beispielen betrachtet werden.

Das Forum AM Science ist eines von insgesamt 14 branchen- bzw. fachbezogenen Foren im Kongressprogramm der Rapid Tech + Fabcon 3D. Insgesamt werden vom 25. bis 27. Juni 2019 in mehr als 100 Vorträgen an den drei Kongresstagen die neuesten Entwicklungen, Trends und Ergebnisse zu additiven Technologien und Anwendungen aus Theorie und Praxis vorgestellt.

gk

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