Die Haftung macht’s möglich

Back to Beiträge

Durch die guten Hafteigenschaften der TPE von Kraiburg TPE konnte Gutsche ein innovatives Fahrzeugteil umsetzen.

Wo bisher die Dichtung aufwendig unter der Dachreling montiert werden musste, ermöglicht die Bauteilinnovation der Gutsche Engineering eine fertig montierte Blende mit integrierter Dichtung. Die Prozessvereinfachung in der Montage beim OEM ist nur ein Vorteil, den ein Mehrkomponentenbauteil mit sich bringt. Mit dem Thermolast A Compound von Kraiburg TPE ist es Gutsche Engineering gelungen, den Verbund von ASA und TPE im 2-Komponenten-Spritzgießverfahren herzustellen.

„Für die Dichtung suchten wir ein TPE, das an der Blende direkt an die Hartkomponente aus ASA angespritzt werden kann und eine dauerhaft zuverlässige Haftung zu diesem Copolymer gewährleistet“, erläutert Martin Gutsche, Geschäftsführer von Gutsche Engineering. „Entscheidend war außerdem die Viskosität des TPEs, um mit möglichst niedrigen Werkzeuginnendrücken die dünne Dichtlippengeometrie ohne Abzeichnungen auf der Hartkomponente zu realisieren. Neben der Werkzeugtechnologie und dem Anspritzkonzept spielten die Verarbeitbarkeit als auch die Produkteigenschaften des TPEs eine bedeutende Rolle, um die geforderte Bauteilqualität zu erreichen.“

Zusammenarbeit beginnt schon vor Projektstart

Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit bei früheren Projekten wurde Kraiburg TPE von Gutsche Engineering schon frühzeitig in die Entwicklung der Anwendung mit einbezogen, um das bestgeeignetste TPE für die innovative Anwendung zu identifizieren. „Um bereits vor Projektstart die Haftung der verschiedenen Materialkombinationen in Abhängigkeit von unterschiedlichen Verarbeitungsparametern zu ermitteln, bieten wir bei Kraiburg TPE als Serviceleistung die Prüfung des Schälwiderstands in gezielten Versuchen nach den Vorgaben der VDI-Richtlinie 2019 an,“ sagt Matthias Michl, Experte für Scheibenumspritzungen, Abdeckungen und Blenden bei Kraiburg TPE in Waldkraiburg. „Unsere Erfahrung zeigt, dass wir bei frühzeitiger Einbindung in Projekte und damit verbundenen Vorabversuchen entscheidend dazu beitragen können, den Entwicklungsaufwand zu minimieren und die Produkteinführung weiter voranzutreiben.“

Neben bewährter Haftung zu polaren Thermoplasten zeichnet sich das gewählte Thermolast A Compound durch seine hohe Fließfähigkeit aus, was das Füllen von komplexen Bauteilgeometrien ermöglicht. Zu den Hauptanforderungen für die Dachreling Blenden zählte darüber hinaus eine hohe Witterungsbeständigkeit, da die Blenden am höchsten Punkt der Fahrzeuge verbaut werden.

Alle Anforderungen erfüllt

Das eingesetzte Thermolast A Compound konnte nicht nur vorab die hohen OEM Anforderungen von zwei Jahreszyklen Bewitterung nach PV 3929 und PV 3930 mit einem Graumaßstab von >4 bestehen, sondern bewies sich zudem in der Freibewitterung am Bauteil. Die Freibewitterung wurde dank der hervorragenden Witterungsstabilität der Thermolast A Compounds trotz dünner Dichtlippengeometrie ohne Rissbildung bestanden. Die mit Thermolast A realisierte Anwendung wird seit dem ersten Quartal 2019 als Teil des Dachrelingsystems eines Premium SUVs in Serie eingesetzt.

„Der Anwendungsbereich Blenden / Abdeckungen ist für Kraiburg TPE ein zunehmend wichtiger Geschäftsbereich. Um die wachsenden Bedürfnisse an Oberflächenqualität in Kombination mit polarer Haftung und hoher Witterungsbeständigkeit zu erfüllen, baut Kraiburg TPE das Produktportfolio weiter aus. Mit neuen Compounds, die vor allem eine präzise Oberflächenabzeichnung in Kombination mit verbesserter Haftung zu PMMA und ASA zeigen, setzt Kraiburg TPE neue Maßstäbe im Exterior Bereich“, ergänzt Matthias Michl.

pl

Share this post

Back to Beiträge