Spritzgießen 16.04.2018 0 Bewertung(en) Rating

Der Fertigungsprozess optimiert sich selbst

Am Messestand von Engel auf der Elmia Polymer Mitte Mai in Jönköping/Schweden dreht sich alles um die sich selbst optimierende Spritzgießmaschine.

 - Der Spritzgießprozess optimiert sich selbst: Mit der Herstellung von Inject-4.0-Logos macht Engel das große Potenzial der Digitalisierung und Vernetzung für eine höhere Effizienz und Qualität anschaulich deutlich.
Der Spritzgießprozess optimiert sich selbst: Mit der Herstellung von Inject-4.0-Logos macht Engel das große Potenzial der Digitalisierung und Vernetzung für eine höhere Effizienz und Qualität anschaulich deutlich.
Engel

Die Herstellung von Inject 4.0 Logos macht deutlich, wie sich das Effizienz- und Qualitätspotenzial, das Industrie 4.0 eröffnet, vollständig und zugleich einfach ausschöpfen lässt. Dafür ist eine E-Motion 80 TL Spritzgießmaschine mit intelligenten Assistenzsystemen ausgerüstet und vernetzt. Durch die Vernetzung von Produktionssystemen, die systematische Nutzung von Maschinen-, Prozess- und Produktionsdaten und den Einsatz intelligenter Assistenzsysteme steigen die Produktivität, Effizienz und Qualität der Fertigung an und zugleich kann der Verarbeiter sehr flexibel auf die sich immer schneller verändernden Anforderungen reagieren.

Schwankungen ausgleichen, bevor Ausschuss entsteht

Während der Messe lassen sich in der CC300 Steuerung der Spritzgießmaschine Schwankungen im Rohmaterial und in den Umgebungsbedingungen simulieren. Die Messebesucher können live verfolgen, wie die Maschine die Soll-Abweichungen erkennt und die Paramater automatisch nachjustiert, bevor auch nur ein Ausschussteil produziert wird.

Drei Assistenzsysteme aus der IQ Produktfamilie von Engel sind auf der Messe aktiv: IQ Weight Control analysiert während des Einspritzvorgangs den Druckverlauf und vergleicht die Messwerte mit einem Referenzzyklus. Für jeden Schuss werden das Einspritzprofil, der Umschaltpunkt sowie das Nachdruckprofil an die aktuellen Bedingungen angepasst und damit das eingespritzte Volumen über die gesamte Fertigungsdauer konstant gehalten. Gleichzeitig berechnet IQ Clamp Control die Werkzeugatmung, um die optimale Schließkraft zu ermitteln und automatisch anzupassen.

IQ Flow Control ist das jüngste der Assistenzsysteme, das Engel erstmalig in Skandinavien präsentiert. Die Software vernetzt die Temperiergeräte mit der Spritzgießmaschine und kann so die Drehzahl der Pumpen in den Temperiergeräten bedarfsabhängig regeln. Das Ergebnis ist ein deutlich reduzierter Energieverbrauch. Zugleich steigt die Stabilität des Temperierprozesses an. E‑Flomo ist in der Lage, die Temperaturdifferenz in allen Einzelkreisen aktiv zu regeln und für jeden Temperierkreis die benötigte Durchflussmenge automatisch einzustellen.

Für die neue integrierte Temperierlösung hat der österreichische Maschinenbauer gemeinsam mit dem Schweizer Partner HB-Therm eine Baureihe besonders kompakter Temperiergeräte entwickelt. Die E-Temp Temperiergeräte werden über OPC UA mit der Spritzgießmaschine vernetzt. Das Kommunikationsmodell OPC UA ermöglicht eine plattformunabhängige, leistungsstarke und vor allem sichere Verständigung sowohl innerhalb der Shopfloor-Ebene als auch mit übergeordneten Leitsystemen und setzt sich in der Kunststoffindustrie deshalb immer stärker als Standard durch.

Kundenplattform E-Connect startet in Skandinavien

Außerdem geht zur Elmia Polymer die neue Engel Kundenplattform E-Connect in Skandinavien an den Start. Das Portal wurde von Grund auf überarbeitet und ist jetzt für alle aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Smart Factory optimal gerüstet. Es bietet jederzeit und ortsunabhängig einen Überblick über die Maschinenstatus, den Bearbeitungsstand von Service- und Supportaufträgen sowie die Preise und Verfügbarkeiten von Ersatzteilen und vereinfacht und beschleunigt auf diese Weise die Kommunikation zwischen den Verarbeitern und Engel.

Alle Service-Produkte aus dem Inject-4.0-Programm sind in das Portal integriert, darunter das neue E-Connect Monitor: Die Lösung für die prädiktive Instandhaltung macht es möglich, den Zustand kritischer Komponenten in Spritzgießmaschinen im laufenden Betrieb zu überwachen und deren Restlebensdauer zu berechnen. Ziel ist es, ungeplante Anlagenstillstände zu vermeiden und bei geplanten Arbeiten, wie dem Einbau von Ersatzteilen, die Stillstandzeit kurz zu halten. Zwei Module dieser Lösung haben bereits den Markt erreicht, zum einen für Plastifizierschnecken und zum anderen für Spindeln in elektrischen Hochleistungsanwendungen.

sk

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