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News 2. April 2024

Deguma führt 4-Tage-Woche ein

Nach einer einjährigen Testphase mit einem sehr positiven Fazit hat der Thüringer Gummimaschinenbauer Deguma offiziell die 4-Tage-Woche eingeführt.

Vor der endgültigen Einführung hat Deguma das Konzept der 4-Tage-Woche ein Jahr in Begleitung des Forschungsprojekts Innofarm der TU Ilmenau getestet. Das Fazit war so positiv, dass das Unternehmen das Modell beibehält.
Vor der endgültigen Einführung hat Deguma das Konzept der 4-Tage-Woche ein Jahr in Begleitung des Forschungsprojekts Innofarm der TU Ilmenau getestet. Das Fazit war so positiv, dass das Unternehmen das Modell beibehält.

Gleiche Produktivität bei weniger Arbeitsstunden und gleichem Gehalt? Was für manche wie eine Wunschvorstellung klingt, führt Deguma nun offiziell ein: Der Maschinenbauer aus Geisa testete das Konzept der 4-Tage-Woche ein Jahr in Begleitung des Forschungsprojekts Innofarm der TU Ilmenau. Das Fazit war so positiv, dass Deguma das Modell beibehält.

4-Tage-Woche bei gleichbleibendem Gehalt

Vollzeitbeschäftigte arbeiten künftig 34 Stunden pro Woche, Teilzeitbeschäftigte reduzieren ihre Arbeitszeit dementsprechend um 15 % – bei gleichbleibendem Gehalt. Die Umstellung auf das neue Arbeitszeitmodell wurde bei Deguma sorgfältig mit einer ausführlichen Konzeptphase vorbereitet: Bereits zu Beginn befragte das Innofarm-Forschungsprojekt der TU Ilmenau alle Mitarbeitenden. Ende Juni 2023 folgte – zur Halbzeit des Arbeitszeitmodells, das erstmal auf einen Probezeitraum bis September 2023 angelegt war – eine weitere Befragung. Ergänzend fanden im ersten Halbjahr 14-tägig Kurzbefragungen statt, um die Zufriedenheit sowie Herausforderungen abzufragen und so bei Bedarf schnell gegensteuern zu können.

Kurz vor dem eigentlichen Abschluss im September 2023 merkte das Unternehmen, dass die Zeit noch nicht gereicht hatte, um ein endgültiges Urteil zu fällen. Deshalb entschied sich Deguma, den Test bis März 2024 zu verlängern. Jetzt, nach Beendigung dieser insgesamt einjährigen Testphase, gibt das Unternehmen bekannt, das Modell beizubehalten.

Überwiegend positive Rückmeldungen

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 „Die Rückmeldungen waren immer überwiegend positiv. Wir haben verschiedene Phasen mit dem Modell gut gemeistert und können auf wertvolle Erfahrungswerte aus dem Zeitraum April 2023 bis März 2024 zurückgreifen. Die wichtigste Rolle bei der Entscheidungsfindung spielten unter anderem die stark zurückgegangene Anzahl der Krankentage und die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen“, erklärt Deguma-Geschäftsführerin Viktoria Schütz.

Die offizielle Einführung der 4-Tage-Woche bei Deguma unterstreicht, dass moderne Arbeitskonzepte auch im Maschinenbau möglich sind. Das Management des Thüringer Gummimaschinenbauers ist davon überzeugt, dass die 4-Tage-Woche zu einer ausgewogeneren Work-Life-Balance der Mitarbeitenden führt und so auch langfristig die Leistungsfähigkeit des Unternehmens steigert.

Webinar informiert über Vorgehensweise und Herausforderungen

Für Interessierte führt die Geschäftsführerin Viktoria Schütz in Kürze ein Webinar durch, in dem sie von der Vorgehensweise und den Herausforderungen erzählt. Interessierte können sich kostenlos anmelden. unter: Das genaue Datum wird unter anderem auf LinkedIn bekanntgegeben. Darüber hinaus können sich interessierte Unternehmen hier zur 4-Tage-Woche beraten lassen. gk

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