Das Pro und Contra der Polymere

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Jugendliche debattieren in einem europäischen Wettbewerb zu Petrochemie und Kunststoffen im digitalen Zeitalter. Die Sieger werden am 1. Oktober in Berlin am Rande der 51. EPCA-Jahrestagung gekürt.

Im vergangenen Jahr wurde vom Europäischen Petrochemie-Verband EPCA und von Plastics Europe gemeinsam eine Serie von Jugend-Debattierwettbewerben aufgelegt. Das Ergebnis: Tolle Debatten in neun Ländern, engagierte Jugendliche und würdige Europagewinner beim Finale in Budapest. Schnell war allen Beteiligten klar, dass es eine Fortsetzung geben muss. Gesagt, getan: Den Auftakt zur diesjährigen Debattierserie machte im April Deutschland, es folgten kürzlich Spanien, Italien und Polen. Drei weitere nationale Wettbewerbe in Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden stehen jetzt noch aus. Die europäischen Gesamtsieger 2017 werden dann am 1. Oktober beim Finale in Berlin am Rande der 51 EPCA-Jahrestagung gekürt.

Petrochemie in der Gesellschaft

Europa verfügt nur über wenige Rohstoffvorräte und ist daher besonders auf kluge Köpfe angewiesen. Gute Bildung ist dabei nicht nur für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit wichtig, sondern auch entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Mit ihrer Debattenreihe setzen EPCA und Plastics Europe genau hier an: "Dieser Wettbewerb ist eine einzigartige Gelegenheit für Schüler der digitalen Generation, um die Bezüge zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und petrochemischer Industrie noch klarer zu erkunden. Darüber hinaus bietet die Debattenreihe die Chance, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, unabhängig von Geschlecht, Nationalität oder Kulturkreis. Letztlich ist der Debattierwettbewerb für uns als Industrie eine Initiative, um mit der neuen Generation ins Gespräch zu kommen", erklärt Caroline Ciuciu, CEO der EPCA die Beweggründe für das Engagement.

Mit oder ohne Petrochemie in die Zukunft?

Das Format des Jugend-Debattierwettbewerbs ist dabei in allen teilnehmenden Ländern gleich: Zu Beginn werden pro Land etwa 60 Schülerinnen und Schüler von Trainern in Rhetorik und Körpersprache geschult. Sie recherchieren, üben ihre Argumente ein und feilen am Ausdruck. Danach folgt jeweils ein profilierter "Pro"- und "Con"-Speaker, der in das Leitthema "People, Planet, Profit im digitalen Zeitalter: Mit oder ohne Petrochemie und Kunststoff?" einführt.

In Deutschland war es Dr. Josef Ertl, Vorsitzender von Plastics Europe Deutschland, der als "Pro"-Speaker die Industriesicht auf die Dinge erklärte: Was macht Petrochemie unverzichtbar? Wie unterstützen Kunststoffe den Klimaschutz? Im Anschluss an den "Con"-Speaker sind dann die Jugendlichen selbst gefordert: Sie versuchen nun, Jury und Plenum mit ihren Argumenten zu überzeugen. Dabei wechseln sich "Pro"- und "Con"-Speaker auch hier ab, einige diskutieren die Beiträge von Kunststoff zum digitalen Zeitalter, andere verweisen auf Innovationen, die aus der Branche kommen. Da es allein ums Debattieren geht, werden die Teilnehmer am Anfang einer der beiden Fraktionen zugelost, unabhängig von ihrer tatsächlichen Meinung. Es gewinnt, wer Sachkenntnis beweist, überzeugend argumentiert und rhetorisch glänzt. Keine leichte Aufgabe für die Jury, die je nach Land aus Vertretern von Hochschulen, Medien, NGO, Unternehmen sowie EPCA und Plastics Europe besteht.

Beim deutschen Wettbewerb in Neuss waren es letztlich Henning Locher aus Mainz, Anne Rother aus Hagen und Daniel Ternes aus Koblenz, die nun beim Europafinale am 1. Oktober während der 51. EPCA Jahrestagung in Berlin mit den Gewinnern der sechs anderen europäischen Länder erneut debattieren.

mg

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