Coronavirus treibt Industrie in die Kurzarbeit

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Laut Ifo rechnet aufgrund des Coronavirus jedes vierte deutsche Unternehmen mit Kurzarbeit, betroffen sind vor allem Automobilbranche und Maschinenbau.

Nach einer Konjunkturumfrage des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München Ifo rechnet jedes vierte deutsche Industrieunternehmen aufgrund des Coronavirus in den kommenden drei Monaten mit Kurzarbeit. Seit dem Jahr 2010 war diese Zahl nicht mehr so hoch.

Zehn Prozent der Industrieunternehmen in Kurzarbeit

Laut den ifo-Forschern könnten bald noch deutlich mehr Konzerne Kurzarbeit anmelden. „Das volle Ausmaß der Corona-Pandemie ist in all diesen Zahlen vermutlich noch nicht berücksichtigt“, warnt Klaus Wohlrabe, Leiter Ifo-Konjunkturumfragen. Etwa 10 % der Firmen hätten jetzt schon die Kurzarbeit eingeführt, doch es würden noch viele weitere folgen.

Automobilindustrie, Maschinenbau und Metallerzeugung besonders betroffen

Der Umfrage zufolge betrifft die Kurzarbeit vor allem Unternehmen aus den Bereichen Automobile (41 %), Maschinenbau (33 %) und Elektrotechnik (32 %). Besonders schwer trifft das Coronavirus die Angestellten aus der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 49 %, der Textilherstellung mit 41 % und der Herstellung von Lederwaren und Schuhen mit 35 %.

Vor allem in der Herstellung elektrischer Ausrüstungen hat die Kurzarbeit jetzt schon Einzug genommen, 15 % der Unternehmen haben sie schon eingeführt.

Chemie-Branche wenig berührt

Wenig berührt ist die Chemie-Branche, nur 14 % der Firmen rechnen mit Kurzarbeit. In der Ernährungsindustrie erwarten sie lediglich 6 %.

gk

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