Corona und Industrie 4.0: Die Krise als Chance

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Plattform Industrie 4.0 stellt Positionspapier „Covid-19 und Industrie 4.0“ vor: Wirtschaftliche Folgen der Coronakrise mit innovativen Lösungen begegnen

Die Plattform Industrie 4.0 positioniert sich in Zeiten von Corona: Hochrangige Mitglieder aus Industrie, Verbänden, Wissenschaft und Gewerkschaften stellten nun das Positionspapier „Covid-19 und Industrie 4.0“ vor. Darin wird aufgezeigt, wie Industrie 4.0-Lösungen einen Beitrag zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 leisten können.

Corona als Brandbeschleuniger der Digitalisierung

Corona beschleunigt den Trend hin zu einer intelligent vernetzten Produktion. Nach dem Positionspapier soll die Industrie 4.0 noch breiter in industriellen Anwenderbranchen verankert werden. Ebenso wird der Aufbau offener, digitaler Ökosysteme für die Geschäftsbeziehungen zwischen den Unternehmen (B2B)  angestrebt. Die deutsche und europäische Industrie werden soll dadurch nicht nur krisenfester, sondern auch nachhaltiger werden.

Die Industrievertreter aus der Plattform Industrie 4.0 wollen auch die Chancen nutzen, die das Konjunkturpaket bietet. Hier wird der nächste Digitalisierungssprung in Anwenderindustrien angestrebt. Das betrifft insbesondere Fahrzeughersteller und ihre Zulieferindustrie.

Bedeutung der Industrie 4.0 für die deutsche Industrie

„Die Corona-Krise hat allen gezeigt, welche Bedeutung die digitale Vernetzung, funktionierende Wertschöpfungs- und Liefernetzwerke und eine sichere, interoperable Datennutzung für die deutsche Industrie haben. Die konsequente Umsetzung von Industrie 4.0 in Kombination mit der digitalen Infrastruktur GAIA-X wird die deutsche und europäische Industrie für die Zukunft wettbewerbsfähiger und resilienter machen. Der Input aus der Plattform Industrie 4.0 leistet hierzu einen wichtigen Beitrag“, erklärt hierzu der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, ergänzt: „Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit hat vom Zukunftsprojekt Industrie 4.0 stark profitiert. Forschungsbeirat und Plattform unterstützen mit Wissen und Vernetzung die Förderung von Forschung und Entwicklung digitaler Technologien. Im nächsten Schritt gilt es nun, kleinen und mittleren Unternehmen möglichst flächendeckend Zugang zu neuen Technologien zu verschaffen. Wenn uns dieser Transfer gelingt, haben wir gute Chancen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Auf dem vor uns liegenden Weg wird die Plattform Industrie 4.0 ein wichtiger Partner sein.“

Digitales B2B-Ökosystem aufbauen

Das Leitungsgremium hebt hier die wichtige Rolle der Plattform Industrie 4.0 bei der koordinierten, vorwettbewerblichen Implementierung von Industrie 4.0 hervor. Die Plattform hat mit ihrem „Leitbild 2030 für Industrie 4.0“ einen konzeptionellen Rahmen für den Aufbau von digitalen B2B-Ökosystemen etabliert und treibt deren Umsetzung in die Anwenderbranchen voran.

Dr. Frank Melzer, CTO Festo SE & Co. KG. und Vorsitzender des Lenkungskreises der Plattform Industrie 4.0: „Unser Leitbild 2030 mit den drei Schwerpunkten Souveränität, Interoperabilität und Nachhaltigkeit liefert einen hervorragenden Handlungsrahmen, um gestärkt aus der Krise zu kommen und die globale Vorreiterrolle in offenen, digitalen Ökosystemen auszubauen. Die Plattform Industrie 4.0 ist ein verlässlicher Partner für den erforderlichen digitalen Wandel und unterstützt die robuste und nachhaltige Weiterentwicklung der deutschen und europäischen Industrie.“

Als Mitinitiatorin von GAIA-X setzt sich die Plattform Industrie 4.0 für eine souveräne, digitale Infrastruktur ein.

db

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