Corona treibt Deutsche ins Home-Office

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Nach einer BVDW-Studie würde die Mehrheit der deutschen Angestellten wegen des Coronavirus gern im Home-Office arbeiten – technisch ist dies oft machbar.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat 1.000 deutsche Angestellte (volljährige Bundesbürger) befragt, ob sie in gesundheitsgefährdenden Situationen, wie sie derzeit durch den Coronavirus vorliegen, gerne im Home-Office arbeiten würden. Drei Viertel (75,4 %) der deutschen Angestellten liebäugeln derzeit mit Home-Office und digitalen Lösungen. 58 % wünschen sich dies sogar ausdrücklich, 17,4 % sind noch unentschieden. 24,6 % möchten lieber nicht im Home-Office arbeiten.

Über 66 % der Befragtem erwarten von ihrem Arbeitgeber, dass er bei gesundheitsgefährdenden Situationen wie dem Coronavirus Home-Office anbietet. Foto: BVDW

Laut der im März durchgeführten BVDW-Studie erwarten 66,1 % der Angestellten von ihrem Arbeitgeber, entsprechende digitale Lösungen anzubieten. Die Mehrheit der Arbeitgeber sei dazu auch in der Lage. So gaben von den mehr als 1.000 Befragten 54,3 % an, dass ihr Arbeitgeber hierzu technisch auch in der Lage wäre. Bei 45,7 % seien die Arbeitgeber hierzu noch nicht bereit.

58 % Prozent der Befragten wünschen sich Home-Office-Lösungen. Foto: BVDW

Home-Office kann Risiko der Ausbreitung des Coronavirus einschränken

„Viele Angestellte gehen Tätigkeiten nach, die mit entsprechenden digitalen Lösungen problemlos auch von zu Hause aus erledigt werden könnten. Jetzt können Arbeitgeber Verantwortung dort zeigen, wo es technisch möglich ist, um das Risiko der Ausbreitung des Coronavirus weiter einzuschränken“, sagt Marco Junk, Geschäftsführer des BVDW. „Vielleicht führt uns diese Krise in Deutschland endlich dazu, die Digitalisierung der Arbeitswelt ernsthaft zu betreiben“, so Junk.

Der Digitalverband BVDW hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach dazu aufgerufen, entsprechende gesetzliche Regelungen für mehr Home-Office-Möglichkeiten zu schaffen. Auch zu Beginn dieses Monats forderte der BVDW gemeinsam mit Partnerverbänden erneut eine Novellierung des Arbeitszeitgesetzes.

Größe des Unternehmens entscheidend Erwartungshaltung

Offenbar spielt die Größe des Arbeitgebers eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Erwartungen der Arbeitnehmer. Denn 80 % der Angestellten aus Großunternehmen erwarten von ihrem Arbeitgeber, dass er ihnen in gesundheitsgefährdenden Zeiten eine Home-Office-Lösung anbietet. Bei den mittleren Unternehmen sind es nur 67,7 % und bei den kleinen Unternehmen 58,1 %.

Rund die Hälfte der Angestellten aus kleinen Unternehmen (50,3 %) glaubt, dass ihr Arbeitgeber technisch in der Lage ist, Home-Office anzubieten. Bei den Angestellten aus großen Unternehmen sind dies hingegen 68,9 %.

Mehr als die Hälfte der Arbeitgeber ist technisch in der Lage, Home-Office anzubieten. Foto: BVDW

Für die Studie hat das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag des BVDW 1.000 Personen zwischen dem 5. und dem 8. März 2020 befragt. Wie der BVDM mitteilt, sind die Ergebnisse repräsentativ für Angestellte kleiner, mittlerer und großer Unternehmen in Deutschland.

gk

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