Continental: Tech-Center für Leitungssysteme in Betrieb

Back to Beiträge

Continental baut seine Kunststoffkompetenz für Leitungssysteme in Elektrofahrzeugen aus und nimmt drei neue Tech-Center in Betrieb.

Der Zulieferer Continental nimmt drei spezialisierte Tech-Center, die Leitungssysteme aus Kunststoff für das Thermomanagement in Elektrofahrzeugen entwickeln, in Betrieb. Die Tech-Center befinden sich in Hamburg, Kohren-Sahlis und Hannoversch Münden.

„Wir werden dadurch in der Lage sein, neue Lösungen für Leitungssysteme aus Kunststoff in Elektro- und Hybridfahrzeugen anzubieten“, erklärt Philip Nelles, Leiter des Geschäftsbereiches für Fluid-Leitungssysteme für die Automobilindustrie bei Continental.

Leitungssysteme für Elektro- und Hybridfahrzeuge

Leitungssysteme werden insbesondere in Elektro- und Hybridfahrzeugen verbaut. Elektrofahrzeuge benötigen mehrere Kühlkreisläufe mit einem ausgefeilten Thermomanagement. Batterien arbeiten am effizientesten bei Temperaturen zwischen 20 und 40 °C. Deshalb müssen die Batterien abhängig von der Außentemperatur gekühlt oder beheizt werden. Ähnliches gilt für weitere Komponenten. So entstehen komplexe Kreisläufe, deren Leitungssysteme hohen Angedrungen genügen müssen.

Philip Nelles leitet den Geschäftsbereich für medienführende Leitungen bei Continental. Foto: Continental

Continental wird neue Lösungen aus Hochleistungskunststoffen für das Heiz- und Kühlsystem entwickeln, die dafür sorgen, dass die Aggregate und die Leistungselektronik der Elektroautomobile nicht überhitzen, die Batterien ihre maximale Lebensdauer entfalten können und die Insassen nicht auf den gewohnten Komfort verzichten müssen.

„Hinzu kommt, dass Kunststoffleitungen eine hohe Gestaltungfreiheit bei engen Bauräumen bieten und sich somit sehr gut zur künftigen Integration von Funktionsteilen wie Sensoren eignen“, betont Maximilian Schöngart, Leiter der Vorentwicklung für Kunststofftechnik.

Tech-Center testen neue Kunststoffmaterialien

Die Materialexperten von Continental arbeiten standortübergreifend in den drei Tech-Centern in Deutschland zusammen. Während sich die Experten in Hamburg auf die Extrusion konzentrieren, verfügt das Kunststoff-Team im sächsischen Kohren-Sahlis über Kompetenzen rund um das Spritzgießen, Blasformen und im Werkzeugbau. Im niedersächsischen Hann. Münden arbeiten die Fachkräfte vor allem an Materialprüfung und Datenermittlung für Simulationen.

Damit kann Continental die gesamte Prozesskette der Entwicklung aus eigener Hand anbieten. Die Entwicklung neuer Kunststoffmaterialien sowie zukunftsfähiger Verbindungskonzepte stehen dabei im Vordergrund.

Betriebsbereite Anlagen nur für Neuentwicklungen

„Bei unseren Tech-Centern handelt es sich um komplett ausgestattete und voll produktionstaugliche seriennahe Anlagen, auf denen die Vorgaben für Serienprozesse festgelegt werden. Wir können die Anlagen sehr flexibel entsprechend der zu verarbeitenden Materialien und benötigten Anwendungen einstellen. Darüber hinaus lassen sich auch weitere Maschinen und Komponenten integrieren“, erklärt Schöngart und ergänzt: „Unsere Anlagen stehen ausschließlich für Neuentwicklungen zur Verfügung. Dadurch binden wir keine Kapazitäten unserer Produktionswerke. Unsere Automobilkunden profitieren so von schnellen und zielgerichteten Entwicklungen.“

mg

Share this post

Back to Beiträge