Zum Inhalt springen

Continental: Beteiligung an Sensorik-Start-up

Das 2017 gegründete Unternehmen Feelit, an dem sich Continental beteiligt hat, hat einen hochsensiblen, flexiblen, gedruckten Sensor aus Nanomaterialien entwickelt, der an statischen und rotierenden Maschinenteilen angebracht werden kann. Foto: Feelit

Continental hat sich an dem israelischen Industrie-4.0-Start-up Feelit beteiligt, das eine hochempfindliche Sensor-Technologie entwickelt hat.

Feelit, an dem der Automobilzulieferer eine Minderheitsbeteiligung erworben hat, bietet moderne Sensorik-Lösungen für die vorausschauende Wartung von Industrieanlagen und Maschinen an. Dabei kommen spezielle Hardware-Sensoren und Algorithmen zum Einsatz. Das Start-up hat eine Sensor-Technologie entwickelt, die bis zu 50 mal empfindlicher ist als aktuelle marktübliche Anwendungen.

Feelit nutzt gedruckte, auf Nanomaterialien basierende, voll integrierte Sensoren sowie Cloud-Analytik, um in Echtzeit und aus der Ferne Rückmeldungen über Struktur- und Leistungsänderungen zu ermöglichen. Die Sensoren können beispielsweise in Batteriekühlsysteme für Elektrofahrzeuge integriert werden, um die Lebensdauer der Batterie und die erzielbare Reichweite zu erhöhen. Continental sieht zusätzliches Potenzial für Fernüberwachung und vorausschauende Wartung bei Industrieschläuchen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, bei Hydraulik- und Energielösungen sowie bei der Vermeidung ungeplanter und kostspieliger Ausfallzeiten in der Fertigung.

Sensorik lässt sich an Schlauchleitungssystemen anbringen

Batterien in Elektrofahrzeugen arbeiten bei Temperaturen zwischen 20 °C und 40 °C am effizientesten. Dieser Temperaturbereich verlängert die Batterielebensdauer und die Fahrzeugreichweite. Daher werden die Batterien je nach Außentemperatur entweder gekühlt oder beheizt. Zur Messung der Temperatur von Thermomanagementsystemen auf Basis von Öl, Kühlmittel oder Kältemittel kann ein externer Sensor an Schlauchleitungssystemen nachgerüstet werden. Je besser ein flexibler Sensor platziert ist, desto besser lässt sich die Temperatur regeln, damit Aggregate wie die Leistungselektronik von Elektroautos nicht überhitzen, Batterien ihre maximale Lebensdauer erreichen und Insassen nicht auf den gewohnten Komfort verzichten müssen.

Der Sensor kann an statischen und rotierenden Maschinenteilen angebracht werden kann, und zwar sowohl auf ebenflächigen als auch gewölbten Oberflächen. Er misst neben der Dehnung in ultrahoher Auflösung auch andere Parameter wie Temperatur, Vibration und Druck.

Beteiligung hilft Continental bei der Digitalisierung der Produkte

„Die Beteiligung leistet einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung unserer Produkte und Prozesse und bringt vielfältige strategische Vorteile mit sich. Die Integration von Sensoren in neue und bestehende Produktlinien unterstützt unseren kontinuierlichen Wandel hin zu intelligenteren und nachhaltigeren Lösungen über Kautschuk hinaus. Produkte wie Schläuche werden zu Detektoren und geben in Echtzeit Auskunft über ihren Zustand“, erklärt Philip Nelles, Mitglied des Continental- Vorstands und verantwortlich für das Geschäftsfeld Contitech mit dem Schwerpunkt Industrie. Diese Technologie trägt dazu bei, die Lebensdauer von Batterien in Elektrofahrzeugen zu verlängern und die erzielbare Reichweite zu erhöhen, Wartungsbedarf vorherzusagen und die Sicherheit in Produktionsumgebungen zu erhöhen.

sk