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Composites: Mehr Sicherheit bei der Verarbeitung

Prozessüberwachung auf neuem Niveau: Kistler und Netzsch bieten eine ganzheitliche Systemlösung für die Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffen.

Auf der JEC World 2019 zeigen Kistler und Netzsch an einem gemeinsamen Stand, wie sich ihre Technologien für die Kunststoffverarbeitung von Composites ergänzen. Kistler ist ein Hersteller im Bereich der dynamischen Messtechnik zur Erfassung von Druck, Kraft, Drehmoment und Beschleunigung. Netzsch entwickelt unter anderem Sensoren für die Analyse.

Werkzeugfüllung und Materialkennwerte

Besucher erhalten Einblick in beide Produktportfolios und sehen anhand einer Simulation, wie diese Kooperation – durch die kombinierte Information aus Werkzeugfüllung und Materialkennwerten – einen weiteren Schritt in Richtung intelligente Bauteilfertigung geht.

Comoneo, ein Prozessüberwachungssystem von Kistler für die intelligente Kunststoffverarbeitung, beherrscht dank des Features Comoneo Composites auch die Prozessüberwachung von Zyklen bis zu acht Stunden, die bei komplexen und großflächigen Bauteilen vorkommen können. Zusätzlich zu Comoneo Composites ermöglicht Comoneo auch die direkte Einbindung von externen Sensorsignalen. Die Sensorik von Netzsch ermittelt Kenndaten von Kunststoffen und Faserverbundwerkstoffen während der Bauteilfertigung.

Ganzheitliche Systemlösung

Am gemeinsamen Stand von Netzsch und Kistler wird live zu sehen sein, wie sich die Prozesssicherheit durch eine ganzheitliche Systemlösung erhöhen lässt. Dafür werden die von Netzsch-Sensoren gelieferten Signale der dielektrischen Analyse (DEA) direkt in Comoneo eingebunden. „Das dielektrische Signal gibt Aufschluss über den Grad der Vernetzung und ist damit ein wichtiger Indikator für die Qualität der Bauteile. Das Gleiche gilt für den von Kistler gemessenen Werkzeuginnendruck“, sagt Dr. Alexander Chaloupka, Manager Business Field Process Analytics bei Netzsch.

Durch die Kombination der DEA-Sensorik von Netzsch mit der Sensorik für den Werkzeuginnendruck von Kistler lassen sich die Füllung des Werkzeugs und die Vernetzung des Werkstoffs mit einem abgestimmten Komplettsystem überwachen. „Damit wird ein neues Niveau der Qualitätssicherung erreicht“, sagt Dr. Robert Vaculik, Leiter des Geschäftsfelds Plastics von Kistler. „Dank der erweiterten Kontrolle über den Prozess wird die Fertigung auch wirtschaftlicher. Zukünftige Kooperationen mit Netzsch werden das Leistungsspektrum noch erweitern.“

mg

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