26.09.2017

Composites Europe 2017

Eindrücke und Stimmen von der Composites Europe 2017 in Stuttgart

K-ZEITUNG
Hans Joachim Erbel, CEO des Veranstalters Reed Exhibitions: "Die Composites Europe ist mehr als nur eine Messe. Mit ihren Foren und Themeninseln bietet sie neue Formate, um die Composites-Industrie und die Anwendungsbranchen zusammenzubringen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Multimaterial-Leichtbau, und mit dem Lightweight Technologies Forum bieten wir eine Schnittstelle zwischen Metall- und Faserverbund-Technologien."
K-ZEITUNG
Für Thorsten Kühmann, Geschäftsführer VDMA-Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen, steht der Automobilbau vor einer dramatischen Zeitenwende: "Alternative Antriebe werden den Verbrennungsmotor verdrängen. Doch egal welcher Antrieb sich durchsetzt: Die Fahrzeuge müssen leichter werden – und hier kommen Composites ins Spiel." Allerdings sei die Frage des Recyclings noch unbefriedigend beantwortet. "Das Recycling ist eine offene Flanke und damit einen ganz wichtige Aufgabe für die Zukunft."
K-ZEITUNG
Kurze Transferzeiten durch werkzeugnahe Heizung: Organobleche werden immer dünner, mit Wanddicken hinunter bis zu 0,5 mm. "Das stellt neue Anforderungen an den Prozess", erklärt Peter Egger, Director Advanced Technologies bei Engel: "Nach der Erwärmung müssen diese Organobleche schnell in das Werkzeug, damit sie bis zum Umformen nicht zu stark abkühlen." Engel hat hierfür einen vertikalen IR-Ofen entwickelt, der direkt oberhalb der Schließeinheit der Spritzgießmaschine Platz findet.
K-ZEITUNG
Kurze Zykluszeiten für die Serie: Wie sich Organobleche in einem einzigen Prozess umformen und umspritzen lassen, erläutert Dr. Mesut Cetin, Leichtbauexperte bei Krauss Maffei: "Mit unserem Fiberform-Verfahren lassen sich komplexe und funktionalisierte Faserverbundbauteile in sehr kurzer Zykluszeit herstellen." Als Beispiel nennt er unter anderem eine Infotainment-Halterung im Automobil, die mit einer Zykluszeit von nur 39 Sekunden in der Großserie produziert wird.
K-ZEITUNG
Tolle Oberflächen mittels PUR-CSM Skin-Technik einfach aufsprühen: Sebastian Stärz, Sales Manager Composites bei Hennecke, erläutert am Beispiel eines zweifarbigen Instrumententrägers des neuen Alfa Romeo Stelvio die Vorteile der PUR-Sprühtechnik im Vergleich zu gesinterten PVC-Häuten: "Das Ergebnis sind eine bessere Haptik und – dank des Verzichts auf Lösemittel – sehr niedrige Emissionswerte", so Stärz. "Und in Kombination mit In-Mould-Coating-Verfahren sind Multi-Color-Oberflächen möglich, die im Interieur zunehmend gefragt sind."
K-ZEITUNG
Spannen mit Eis: Schwierig zu fixierenden Materialien, wie etwa Kunststoffwaben, die als Kernmaterial in Sandwiches verwendet werden, lassen sich mittels Eis mühelos spannen und dann bearbeiten. Kurt Kutschmann von Hamuel Reichenbacher demonstriert dies auf der Messe live. "Beim Spannen werden die Waben mittels Wasser auf einer Platte angefroren und fixiert. Ohne zeitraubendes Umspannen kann in einem Arbeitsgang 5-seitig gefräst, geschliffen oder poliert werden."
K-ZEITUNG
Metalle und CFK elastisch verbinden: "Werden Metalle und CFK miteinander fixiert, gibt es bei Temperaturänderungen ein Problem, denn die Materialen dehnen sich unterschiedlich aus, was zu hohen Spannungen führt", erklärt Dr. Runsberg Lue, Entwicklung Composites Applications bei Kraiburg. Doch es gibt eine Lösung: "Unsere Kautschukfolie Kraibon wirkt als elastischer Kleber, der diese Spannungen ausgleicht." Als Anwendungsbeispiel zeigt er eine B-Säule aus Aluminium, in der ein verstärkendes CFK-Profil eingeklebt ist.
K-ZEITUNG
Bleistifte im Co-Extrusionsverfahren effizient herstellen: Aus 30 Prozessschritten wird einer, wenn man einen Bleistift nicht aus Holz, sondern aus Wood Plastic Composite (WPC) herstellt. Asta Partanen, Expertin für Wood & Biobased Materilas beim Nova-Institut, zeigt den Stift 'Noris Eco' der Firma Staedtler, der aus dem WPC-Granulat Wopex, (70% Holzfasern, 30 % Polyethylen) extrudiert wird. "Das macht nicht nur die Herstellung effizient, sondern ermöglicht auch eine höhere Holzausnutzung pro Baum", so Partanen.
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