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Collin-Technikum produziert Corona-Schutzfolien

Die Anlage kann sowohl im Kalander-Modus als auch im Cast-Modus gefahren werden. Foto: Collin

In kürzester Zeit stellte die Collin Lab & Pilot Solutions im Technikum eine Anlage für die Produktion von Folien für Corona-Schutzschilder zusammen.

Die Anlage im Collin-Technikum besteht aus einem Extruder, einer Breitschlitzdüse und einem Kalander samt Wickler und produziert vor allem Schutzschilder-Folien für Krankenhäuser und Ärzte. DI Dr. Friedrich Kastner, CEO und Managing Partner der Collin Lab & Pilot Solutions GmbH: „Wir produzieren bereits PET-Folien für verschiedenste medizinische Bereiche wie Krankenhäuser, Ärzte, Apotheker aber beispielsweise auch für Optiker. Wir hatten bereits zahlreiche Anfragen und freuen uns, hier einen Beitrag leisten zu können.“

Aus PET Bottle Flakes werden Corona-Schutzschilde

Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Next Generation Recycling GmbH konnte in kurzer Zeit auch das Ausgangsmaterial für die Produktion der Folien bereitgestellt werden. Unter anderem kommen auch PET bottle flakes, aufbereitet von der NGR Next Generation Recycling GmbH mittels LSP-Verfahren (Liquid State Polycondensation), zur Anwendung.

Diese Fertigungslinie im Collin-Technikum besteht aus einem Extruder, einer Breitschlitzdüse und einem Kalander samt Wickler und produziert vor allem Folien für Corona-Schutzschilde für Ärzte und Krankenhäuser. Foto: Collin

„Durch unsere Kernkompetenzen waren wir in der Lage, sehr rasch eine Fertigungslinie zusammenzustellen und mit der Unterstützung von Partnern aus unserem Netzwerk wie Indorama, Piovan sowie Tapeteam die Produktion zu starten. Denn zum einen verfügen wir über jahrzehntelange Erfahrung im Maschinenbau für die kunststoffverarbeitende Industrie und zum anderen versorgen wir auch die Medizintechnik und den Pharmabereich mit unseren Linien.“

Fertigungslinie vielfältig einsetzbar

Mit der Linie kalandriert Collin momentan PET-Folien mit von 250 bis 450 μm Dicke für Visiere, wobei auch dünnere und dickere Folien herstellbar sind. Die Maschine kann sowohl im Kalander-Modus als auch im Cast-Modus gefahren werden – das schafft Vielfalt im Einsatz. So können Kunden auf der Maschine verschiedene Folien casten, Folien für Verpackungen extrusionsbeschichten oder auch Vliesstoffe für Hygiene- und Medizinprodukte mit Funktionsschichten ausrüsten.

Verarbeitbare Materialien reichen von Polyolefinen (Verpackungen, Batterie-Membrane), Polystyrol (Tiefziehfolien), PMMA (Plexiglas), PPSU (sterilisierbare Folien), Polycarbonat (optische Folien) über PET (Lebensmittel)-verpackungen) bis hin zu TPE (elastische Folien) oder TPU (Gewebebeschichtungen).

Zudem lässt sich der Kalander modular erweitern beispielsweise mit Kamera-Inspektion, Oberflächenbehandlung oder Bahnkantensteuerung ausrüsten.

gk

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