Coca-Cola belohnt Österreicher für PET-Recycling

Back to Beiträge

Um die Sammelquoten in Österreich zu verbessern, präsentieren Coca-Cola und Reclay eine App-Lösung, die richtiges Recycling von PET-Flaschen belohnt.

Anders als in Deutschland, wo durch die Bepfandung deutlich über 97 % der PET-Flaschen zurückgegeben werden, verzichtet Österreich beim PET-Recycling derzeit auf ein Pfandsystem. Dennoch werden heute bereits 70 % des österreichischen Kunststoffabfalls gesammelt, bis 2029 sollen es allerdings europaweit 90 % sein. Eine hohe Sammelquote ermöglicht wiederum die Wiederverwertung von PET-Flaschen. Beim Verzicht auf ein Pfandsystem ist dabei das Engagement der Konsumenten entscheidend, in diesem Kreislauf mitzuwirken.

Mit der „Recycle mich!“-App wollen Coca-Cola Österreich und die Reclay Group nun Konsumenten, die ihre PET-Flaschen in die dafür vorgesehenen Sammelcontainer recyceln, in Zukunft belohnen.

Eine Welt ohne Abfall als Ziel

„Wir verfolgen unser Ziel, bis 2030 eine Welt ohne Abfall zu schaffen, und wollen 100 Prozent unserer Verpackungen zurückbekommen. Dazu müssen wir die Konsumentinnen und Konsumenten dafür motivieren, richtig zu recyceln. Eine saubere und gesunde Umwelt erreichen wir nur miteinand“, erklärt Laszlo Niklos, General Manager bei Coca-Cola Österreich.

„Als eines der führenden Sammel- und Verwertungsunternehmen in Österreich wollen wir von Reclay die heimische Kreislaufwirtschaft neu denken – dabei spielt das Thema Ökologisierung eine zentrale Rolle. Wir freuen uns, Coca-Cola als Partner für dieses innovative und in Österreich einzigartige Projekt gewonnen zu haben“, sagt Christian Abl, Geschäftsführer von Reclay Österreich.

Nach Worten von Philipp Bodzenta, Public Affairs and Communications Director Coca-Cola Österreich, soll die Vision, die über viele Monate gemeinsam entwickelt wurde, schon in naher Zukunft Schritt für Schritt in der Realität erprobt werden.

Mit PET-Recycling Punkte sammeln und als Guthaben in der Gastronomie einlösen

Coca-Cola und Reclay wollen österreichische Verbraucher für das Recycling von PET-Flaschen belohnen (v.l.): Philipp Bodzenta, Coca-Cola Österreich; Christian Abl, Reclay Österreich; Laszlo Niklos, Coca-Cola Österreich; Herbert Bauer, Coca-Cola HBC Österreich; Mark Joainig, Coca-Cola HBC Österreich; Nicole Vacha, Reclay Österreich. Foto: Stefanie J. Steindl

Genießer von Coca-Cola können ab nächstem Jahr bei einem Sammelcontainer einchecken, einen Code unter dem Verschluss ihrer Flaschen einscannen und die Flasche ordnungsgemäß entsorgen. Dabei sammeln sie Punkte, die sie als Guthaben in der Gastronomie einlösen können.

Auf diese Weise wollen Coca-Cola und die Reclay Group Aufmerksamkeit beim Endkonsumenten schaffen und ihn dafür belohnen, am Kreislauf von Kunststoffverpackung aktiv mitzuwirken.

In der aktuellen politischen Diskussion stehen in Österreich die Einführung eines Pfandsystems auf Einweg-Getränkeverpackungen und die Erhöhung der Sammelquote durch ein Zehn-Punkte- Programm einander gegenüber.

Österreich muss Recyclingquote bis 2025 verdoppeln

„Österreich muss die Sammelquote von PET-Flaschen bis 2029 um 20 Prozent erhöhen. Die Recyclingquote muss bis 2025 sogar verdoppelt werden. Mit dem bestehenden System sind diese Ziele nicht zu erreichen. Wir treten daher für ein modernes Einwegpfandsystem ein und orientieren uns dabei an Erfahrungen anderer Länder“, betont Christian Abl von Reclay Österreich.

Reclay Österreich entwickelt innovative Modelle im Bereich des ökologischen Verpackungsdesigns, die bereits internationale Vorbildwirkung haben. „Bei der Entwicklung ökologischer Verpackung setzen wir stark auf die Vorteile der Digitalisierung. So tragen wir dazu bei, dass diese Verpackungen recyclingfähiger und gleichzeitig kundenfreundlicher werden“, sagt Abl.

Wesentlich für die kontinuierliche Steigerung der Recycling-Quote ist in jedem Fall die Einbindung des Konsumenten.

Konsumenten aktiv einbinden und für ihre Verhaltensänderung belohnen

„Getränkeverpackungen sind ein Teilaspekt der Verpackungsthematik und der Kreislaufwirtschaft. Ob Pfand oder erhöhte Sammelquote – Unabhängig vom finalen Konzept benötigen wir eine gesamtheitliche Lösung, die ökonomisch und ökologisch den größten Mehrwert bringt. Für jedes Konzept ist es jedenfalls bereits jetzt notwendig, die Konsumenten aktiv einzubinden und sie für ihre Verhaltensänderung zu belohnen“, erklärt Herbert Bauer, General Manager bei Coca-Cola HBC Österreich, einer der größten Getränkeabfüller des Landes.

„Als führender Getränkehersteller haben wir größtes Interesse, Lösungen zu entwickeln, die für alle – ob Industriepartner, Handel, Konsumenten und Umwelt – einen Mehrwert bringen. Wir sehen unseren Zugang als österreichische Innovationsplattform für weitere gemeinsame Schritte zu einer tatsächlichen World Without Waste“, meint Mark Joainig, Public Affais & Communications Director bei Coca-Cola HBC Österreich.

Die App-Lösung soll dabei Akzente für neue Wege setzen, die Konsumenten stärker in die Kreislaufwirtschaft einzubinden. Der Prototyp der Applikation wird bereits getestet und wird zu Beginn des kommenden Jahres ausgerollt.

gk

Share this post

Back to Beiträge