Harald Schmid, Vertriebsleiter von Desma, demonstrierte auf der K 2022, welche Veränderungen einen nennenswerten Einfluss auf den CO
Foto: K-ZEITUNG
Harald Schmid, Vertriebsleiter von Desma, demonstrierte auf der K 2022, welche Veränderungen einen nennenswerten Einfluss auf den CO2-Fußabdruck von Elastomerbauteilen haben und welche nicht.

K 2022

CO2-Fußabdruck per Mausklick

Desma präsentierte auf der K 2022 die neueste Version des Product Carbon Footprint Navigator Ecos zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks von Elastomerbauteilen.

Wie groß ist der CO2-Fußabdruck eines Bauteils? Um diese immer häufiger von den Kunden gestellte Frage für Elastomerbauteile fundiert beantworten und zudem den CO2-Fußabdruck mit geeigneten Maßnahmen reduzieren zu können, hat Desma den Product Carbon Footprint Navigator Ecos entwickelt und in der neuesten Version auf der K 2022 präsentiert.

Effekt verschiedener Optionen zur CO2-Minimierung wird sichtbar

Mit dieser Software will Desma seinen Kunden ein Werkzeug an die Hand geben, um die zahlreichen Handlungsoptionen zur CO2-Reduzierung bei der Herstellung von Elastomerartikeln und deren Auswirkungen auf den CO2-Fußabdruck aufzeigen. Die Software berücksichtigt dabei alle Faktoren, die den CO2-Fußabdruck von Elastomerbauteilen beeinflussen. Dies beginnt beim Grundwerkstoff, der schon einen beachtlichen CO2-Rucksack in sich birgt. In die Materialquote fließen auch Angussabfälle und spezifische Ausschussquoten ein. Berücksichtigt wird zudem die eigentliche Herstellung mit der Spritzgießmaschine und die eingesetzte Kaltkanal- und Formentechnik. Auch die notwendige Logistik und Zulieferanteile sind wichtige Parameter zur vollständigen Emissionsermittlung. Gleiches gilt für weitere Vertriebsanteile an der Logistik.

Um den CO2-Fußabdruck zu minimieren, kann der Nutzer mit der Software den Effekt verschiedener Handlungsoptionen untersuchen. Bei der Spritzgießmaschine kann zwischen energiesparender Servotechnik, dem Einsatz von mit grüner Energie erzeugtem Stahl oder gegebenenfalls dem Einsatz von regenerativen Energien gewählt werden. Um den Primärenergieverbrauch zu senken, stehen zudem verschiedene Technologien wie Desma Energy Control+, Desma Iso+ Heizplatten sowie allseitige Formenisolierungen zur Verfügung.

CO2-Fußabdruck von Elastomerbauteilen nach unten drücken

Zudem wird natürlich ein positiver Effekt erzielt, wenn die Maschinen/Anlagen möglichst nah am eigentlichen Einsatzort produziert werden – das spart erhebliche Logistikemissionen. Wie Desma-Vertriebsleiter Harald Schmid auf der K 2022 erklärte, wird bei der Nutzung des Product Carbon Footprint Navigator Ecos aber offensichtlich, dass die Herstellung der Spritzgießmaschine über eine kalkulierte Lebensdauer von 15 Jahren in der Regel nur einen Einfluss von etwa 1 % auf den CO2-Abdruck des produzierten Artikels haben kann. Klar wird aber auch, wo die wirksamen Stellschrauben sind, um den CO2-Fußabdruck eines Elastomerbauteils wirkungsvoll nach unten zu drücken. gk