Clariant und Sabic brechen Joint-Venture-Gespräche ab

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Rückschlag für Clariant: Der Schweizer Spezialchemiekonzern setzt die Gespräche zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Sabic aus.

Der saudische Chemiekonzern Sabic war im vergangenen Jahr als Ankeraktionär bei Clariant eingestiegen. Beide Unternehmen wollten in einem Joint-Venture den Bereich  „High Performance Materials“ bilden. Sabic wollte hierfür Teile seines Geschäfts mit einem Umsatz von rund 2 Mrd. Franken einbringen, Clariant die höherwertigen Teile seiner Masterbatch-Sparte.

Den Abbruch der Gespräche begründete Clariant mit den aktuellen Marktbedingungen. Sabic erklärte, die Gespräche würden wieder aufgenommen, sobald sich das Umfeld aufhelle. Das Handelsblatt meldet, dass sich beide Unternehmen vor allem bei Preis nicht einig wurden. „Beide Parteien haben eine finale Position definiert und kommen im Moment nicht zusammen“, sagte Clariant-Aufsichtsratsvorsitzender Hariolf  Kottmann im Gespräch mit dem Handelsblatt. Die Verhandlungen über die Transaktion seien daher „vorübergehend ausgesetzt“.

Für Unruhe an der Börse sorgte auch der überraschende Abgang von Clariant-Chef Ernesto Occhiello. Occhiello, der vom Großaktionär Sabic zu Clariant gekommen war, hatte erst vor neun Monaten sein Amt als CEO bei Clariant angetreten.

Clariant will den Verkauf des Pigment-Geschäfts und Masterbatch-Geschäfts dennoch weiter vorantreiben. Letztere sollen nun auch die höherwertigen Produkte umfassen, bei denen man zuvor mit Sabic kooperieren wollte. Das Schweizer Unternehmen bekräftigte, dass die Veräußerungen bis Ende 2020 abgeschlossen werden sollen.. Die Erlöse daraus wolle Clariant nutzen, um in neue Produkte zu investieren.

mg

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