Zum Inhalt springen

CKT bündelt zum Jubiläum die Aktivtäten bei Ökoplast

Alle Aktivitäten der CKT Kunststoffverarbeitungstechnik GmbH werden beim Schwesterunternehmen Ökoplast GmbH gebündelt. Foto: Fotoforma Maria Sonntag

CKT aus Chemnitz, bekannt für Entwicklungen rund um das Plastifizieren, bündelt zum 30. Firmenjubiläum alle Aktivitäten beim Schwesterunternehmen Ökoplast.

Nach 30 Jahren wird die 1990 von vier Ingenieuren der Kunststofftechnik gegründete CKT Kunststoffverarbeitungstechnik GmbH Chemnitz geschlossen – die Aktivitäten werden aber beim bisherigen Schwesterunternehmen Ökoplast weitergeführt.

Die Basis und Geschäftsidee für CKT hatten vier Ingenieure 1990 aus ihrer früheren Tätigkeit als Entwicklungsingenieure im Forschungszentrum für Umform- und Plastverarbeitungstechnik (FZUP) mitgebracht, bei der sie unter anderem an der Entwicklung von Plastifiziereinrichtungen für Spritzgießmaschinen arbeiteten.

So wurde in den ersten Jahren der CKT beispielsweise das im FZUP entwickelte Computerprogramm Screw zur Simulation des Plastifiziervorgangs von Einschneckensystemen überarbeitet.

Schon früh mit Rezyklatverarbeitung befasst

Das erste Projekt „Direktverarbeitung von Recyclaten (Mahlgütern) auf Spritzgießmaschinen“ ist heute genauso aktuell wie damals. Die Ergebnisse, das Schneckenkonzept Balance, der Einzug Contact sowie Akzent, das prozessadaptive Umschaltverfahren von Spritz- auf Nachdruck, hat CKT auf der Recycla 1994 in Stuttgart vorgestellt.

Um die Nachteile der Doppelfunktion des Schneckenkolbens – Plastifizieren und Einspritzen – zu beseitigen, entwickelten die Mittweidaer das Schneckenkonzept Fazit (Kolben in Schnecke). Bei kontinuierlicher, schonender Plastifizierung wird die Schmelze aufbereitet, parallel spritzt ein im Inneren der Schnecke liegender Einspritzkolben die Schmelze in das Werkzeug.

Besondere Plastifizierkonzepte erarbeitet

In Zusammenarbeit mit der Sächsische Kunststofftechnik Freital (SKT) ist das Schneckenkonzept Duett entstanden, das aus zwei Schnecken in einer Achse besteht. Dabei ist eine Schnecke im Inneren der äußeren Schnecke angeordnet. Es können zum Beispiel Originalmaterial und Recyclingkunststoff getrennt voneinander in einer Plastifiziereinheit aufgeschmolzen und hintereinander in das Werkzeug gespritzt werden.

Später haben sich die CKT-Ingenieure mit dem Mikrospritzgießen auseinandergesetzt. Die Scheibenplastifizierung wird weiterentwickelt und in Kombination mit der Kolbeneinspritzung in der Kleinteile-Spritzgießmaschine MW Injection 50 eingesetzt. Der Fachöffentlichkeit präsentiert wurde sie erstmals auf der Fakuma 2009.

Neue Wege hat CKT auch beim Einspritzen von kleinen Mengen Schmelze in das Werkzeug eingeschlagen. Zur Serienreife entwickelt wurde der Gedanke, einige Funktionen des Werkzeuges in die Spritzgießmaschine zu verlagern. So wird die MW Injection 50-4 mit einem Drehteller und vier Stationen ausgerüstet.

Das Werkzeug besteht nur noch aus den formgebenden Platten. Das Aufheizen des Werkzeuges, das Einspritzen der Schmelze, das Abkühlen und das Auswerfen des Formteils findet parallel in den Stationen der Maschine statt. Damit wird die variotherme Temperaturführung umgesetzt.

Bündelung der Aktivitäten beim Schwesterzunternehmen Ökoplast

30 Jahre lang hat das Unternehmen mit Baugruppen und Maschinen die Fertigung von Kunststoffteilen im Spritzgießverfahren vorangebracht. Seit Gründung des Schwesterunternehmens Ökoplast GmbH im Jahr 1995 konnten die Ingenieure ihre Entwicklungen selbst unter Produktionsbedingungen testen. Durch die Kombination – Entwicklung bei CKT und Kunststoffverarbeitung bei Ökoplast – sind die beiden Firmen immer mehr zusammengewachsen.

So ist es nach Überzeugung der Unternehmen nur folgerichtig, die CKT GmbH jetzt zu schließen und alle Aktivitäten bei der Ökoplast GmbH zu bündeln. Mit ihrem Dank an Geschäfts-, Projekt- und Netzwerkpartner, Lieferanten und Wegbegleiter verbinden die Kunststoffingenieure aus Mittweida den Wunsch, die gute Zusammenarbeit auch unter den neuen Vorzeichen in bewährter Art und Weise fortzusetzen.

gk