Chemisches Recycling kommt in Fahrt

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Remondis und Neste entwickeln gemeinsam einen Prozess für das Chemisches Recycling von rund 200.000 jato Kunststoffabfällen.

Remondis und Neste wollen das chemische Recycling von Kunststoffabfällen vorantreiben. Hierzu haben sie eine Entwicklungskooperation vereinbart, mit dem Ziel, Kapazitäten für die Verarbeitung von mehr als 200.000 jato Kunststoffabfällen zu Pyrolyseöl und -gas aufzubauen.

Neues Ökosystems rund um das chemische Recycling

Mercedes Alonso (l.) und Jürgen Ephan unterschreiben eine Vereinbarung zur Entwicklung von einem Prozess, der 200.000 jato Kunststoffabfälle chemisch recycelt. Foto: Neste

Das gemeinsame Projekt kombiniert die Kompetenzen von Remondis (Deutschland) in der Abfallsammlung und -trennung mit der Erfahrung und dem Knowhow von Neste (Finnland) in der Ölraffinierung und der Verarbeitung qualitativ minderwertiger Abfälle und Reststoffe. Ziel ist der Aufbau eines Ökosystems rund um das chemische Recycling, damit weitere Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette der Initiative beitreten und den Materialkreislauf auch für solche Kunststoffe schließen, die sich heute nur schwer oder gar nicht wiederverwerten lassen.

„Um chemisches Recycling im industriellen Maßstab zu etablieren, müssen Recycling- und Chemiebranche eng zusammenarbeiten. Die Partnerschaft zwischen Remondis  und Neste konzentriert sich darauf, einen optimalen Recyclingprozess zu entwickeln, damit noch mehr Kunststoffabfall wiederverwertet werden kann”, unterstreicht Jürgen Ephan, Geschäftsführer bei Remondis Recycling.

Neste will 2030 rund 1 Mio. jato Abfall verarbeiten

„Die Partnerschaft zwischen Remondis  und Neste bringt uns einen Schritt näher an die Erfüllung unserer Zusage, ab 2030 jährlich mehr als eine 1 Mio. t Kunststoffabfälle zu verarbeiten”, sagt Mercedes Alonso, Executive Vice President, Renewable Polymers and Chemicals, Neste. „Gemeinsam mit Remondis können wir die Möglichkeiten signifikant erweitern, bisher nicht recycelte Mischkunststoffabfälle wiederzuverwerten. Chemisches Recycling wird dabei eine zentrale Rolle spielen. Chemisches Recycling führt dazu, dass Kohlenstoffe immer wieder zirkulieren und verringert die Abhängigkeit von Rohöl – eines unserer Kernziele.“

mg

 

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