Chem China übernimmt Krauss Maffei Gruppe

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Nun ist es fix, der chinesische Chemiekonzern China National Chemical Corporation (Chem China) übernimmt die Krauss Maffei Gruppe von der kanadischen Onex Corporation. Der Firmenbarwert beträgt 925 Mio. EUR. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen Abschlussbedingungen und der Genehmigung der zuständigen Behörden.

Die Krauss Maffei Gruppe ist weltweit einer der führenden Hersteller hochwertiger Maschinen und Anlagen zur Produktion und Verarbeitung von Kunststoff und Gummi. Das Unternehmen wird seinen Wachstumskurs vor dem Hintergrund möglicher Synergien durch diese Transaktion deutlich beschleunigen. Chem China wird gemeinsam mit Guoxin International Investment Corporation und Agic Capital diese Transaktion durchführen.

Chem China ist Chinas größter Chemiekonzern und hat mit rund 140.000 Mitarbeitern 2015 einen Umsatz von rund 37 Mrd. EUR erwirtschaftet. Rund 45.000 der Mitarbeiter sind außerhalb Chinas tätig. Das Unternehmen ist international aktiv und auf weltweitem Expansionskurs und hat sich in den vergangenen Jahren an diversen Unternehmen in Italien, Frankreich, Norwegen, UK und Singapur beteiligt – darunter vor kurzem an dem traditionsreichen Reifenhersteller Pirelli.

"Mit Chem China gewinnen wir einen strategischen und langfristig orientierten Investor, der sich seit vielen Jahren für unser Unternehmen interessiert", sagt Frank Stieler, CEO der Krauss Maffei Gruppe. Die Krauss Maffei Gruppe wird in ihrer bestehenden Struktur fortgeführt.

Freuen sich über den Vertrag zum Eigentümerwechsel der KraussMaffei Gruppe (v.l.n.r.): Ting Cai, Chairman und CEO der China National Chemical Equipment Co. Ltd. (CNCE), Dr. Frank Stieler, CEO der KraussMaffei Gruppe, und Chen Junwei, CEO von ChemChina Finance Co. Ltd. Foto: Krauss Maffei

"Wir verstärken unser Unternehmen mit einem der weltweit führenden Maschinenbauer, der über eine 178-Jährige Tradition verfügt. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die Krauss Maffei Gruppe ihre Identität und Selbstständigkeit behält", erklärte Jianxin Ren, Chairman von Chem China. "Wir schätzen die große Management- und Technologiekompetenz des Unternehmens sehr und glauben, dass wir diese auch für einige unserer Tochterunternehmen in China einsetzen können. Somit werden wir das Geschäft im chemischen Anlagenbau von Chem China besser positionieren. Das Geschäft soll sich zu einem Vorzeigeunternehmen im Rahmen des Programms "Made in China 2025" entwickeln. Mit diesem Programm wird die Basis zur Weiterentwicklung der chinesischen Industrie geschaffen.

Das Wachstumspotenzial für die Krauss Maffei Gruppe ist enorm – insbesondere durch einen verbesserten Marktzugang in China, den wir ermöglichen können. Wir erwarten, dass die Entwicklungen in der Automobilindustrie großes Potenzial bieten. Die fortschreitende Automatisierung in der Automobil-Produktion und der Trend zu Leichtbau Materialien werden sich positiv auf das Premium-Segment im Bereich der Spritzgießtechnik auswirken. Zusammen sind Chem China und die Krauss Maffei Gruppe sehr gut aufgestellt, um künftig zu wachsen", sagte er weiter.

"Seit dem Einstieg von Onex Ende 2012 ist die Krauss Maffei Gruppe stark gewachsen und hat sich auch 2015 sehr erfolgreich entwickelt. Wir erwarten, dass wir mit Chem China unseren eingeschlagenen Wachstumskurs vor allem in China und Asien beschleunigen. Dadurch wird das Unternehmen auch in Deutschland und Europa nachhaltig gestärkt", betont Stieler. In China profitiert das Unternehmen vor allem von dem Trend zu höherer Qualität und Nachhaltigkeit. Hier sind die Maschinen und Anlagen der drei Marken Krauss Maffei, Krauss Maffei Berstorff und Netstal besonders geeignet, die steigenden Ansprüche der Kunden zu erfüllen. Die Krauss Maffei Gruppe kann im Zuge der Transaktion ihre Expansionsziele für China deutlich beschleunigen.

"Ein beschleunigtes Wachstum wird nachhaltig positive Effekte für das Unternehmen weltweit haben. Wir haben ein starkes Fundament und werden auf unseren eigenen Stärken aufsetzen. Insgesamt werden wir weltweit Arbeitsplätze schaffen", sagt Stieler. Die Marken Krauss Maffei, Krauss Maffei Berstorff und Netstal werden fortgeführt und stehen auch in Zukunft für höchste Qualität und Werthaltigkeit. Der Firmensitz der Krauss Maffei Gruppe bleibt in München sowie die operative und unternehmerische Verantwortung in Europa. Dies gilt besonders auch für Produktion, Technologie, Patente sowie Forschung und Entwicklung.

Die Krauss Maffei Gruppe wird weiterhin als eine deutsche Gesellschaft mit mitbestimmtem Aufsichtsrat geführt. Alle bestehenden Tarif- und Standortzusagen gelten unverändert fort. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 4.500 Mitarbeiter, davon 2.800 in Deutschland. Das Unternehmen plant für 2016 einen Personalaufbau, insbesondere auch in Deutschland.

sl

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