Carbonfaserrecycling für Wissenschaftspreis nominiert

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Die neue Carbonfaser Sigrafil C 50k gewährleistet mit ihrem Oberflächensystem eine gute Anbindung an die thermoplastische Matrix. Foto: SGL

Das am Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden erfolgreich etablierte Forschungsvorhaben "Rohstoffeffiziente Verwertung von recycelten Carbonfasern durch Entwicklung einer Technologie zur industriellen Fertigung von Hybridgarnen für den Einsatz in hochbelastbaren CFK-Bauteilen" wurde für den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2016 in der Wettbewerbskategorie Forschung nominiert.

Das ITM entwickelt derzeit zusammen mit renommierten Industriepartnern eine Prozesskette zur Entwicklung und Umsetzung von neuartigen Garnkonstruktionen aus recycelten Carbonfasern (rCF). Die schonende Prozesskette besteht aus Faseraufbereitung und Bandbildung mit einer Spezialkrempelanlage sowie einer Strecke bis zur Garnverspinnung auf Basis verschiedener Spinntechnologie (Flyer-, Friktionspinn- und Umwindespinntechnlogien).

Die hochleistungsfähigen rCF-Hybridgarne bieten aufgrund der parallelen Faserausrichtung, homogenen Durchmischung und hohen Faserlänge nahezu Zugfestigkeiten von primären CF im Verbund. Mit diesen unikalen Technologien lässt sich eine industrielle Massenproduktion hochbelastbarer komplexer CFK-Bauteile in reproduzierbarer Qualität mit sehr geringen Taktzeiten, beispielweise in der Elektromobilität nachhaltig und effizient, einsetzen.

Im Rahmen der Fachkonferenz "Rohstoffe effizient nutzen – Erfolgreich am Markt" werden am 16. Februar 2017 im Bundeswirtschaftsministerium alle Nominierten vorgestellt und die Sieger mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2016 ausgezeichnet. Die Nominierung wurde im Dezember 2016 bekannt gegeben.

Das Programm der Veranstaltung sowie einen Link zur Anmeldung finden Sie hier.

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