Bruder Spielwaren weiter auf Wachstumskurs

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Bruder Spielwaren hat trotz schwieriger Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr den Umsatz von 78 auf 79 Mio. EUR gesteigert.

„Schon das vorletzte Jahr war spannend für uns, das vergangene Jahr 2018 konnte das fast noch einmal toppen“, freut sich Paul Heinz Bruder, geschäftsführender Gesellschafter des Fürther Unternehmens, zu Beginn der Spielwarenmesse in Nürnberg. Hintergrund des Erfolgs war die anhaltende starke Konjunktur in den deutschsprachigen Ländern. Bruder: „Die guten Zahlen dort konnten die schwierigeren, sagen wir: herausfordernden Rahmenbedingungen im amerikanischen und teils südeuropäischen Raum sowie auch einige prägnante Verschiebungen in der Handelslandschaft kompensieren.“ Die Entwicklung seines Unternehmens sei daher solide, selbst in „zunehmend heterogenen Märkten“.

Die Belegschaft stieg 2018 von 420 auf 500 Mitarbeiter. „Wir hatten in dieser Hinsicht Nachholbedarf, und das bewirkte, dass wir bis in den Dezember hinein eine sehr gute Liefer-Performance hatten“, so Bruder. Es gab dank zusätzlicher Arbeitskräfte keine Engpässe im Warenverkehr.

Paul Heinz Bruder, geschäftsführenden Gesellschafter von Bruder, präsentiert eine der Neuheiten 2019, die bworld Autowerkstatt. Foto: Bruder Spielwaren

Die positive Entwicklung, so der Firmenchef optimistisch, werde sich 2019 weiter fortsetzen, „natürlich unter Vorbehalten, die eine teils unsichere Welt- und Weltwirtschaftslage, teils der Brexit hervorrufen“. Das Fürther Unternehmen, das Spielfahrzeuge im einheitlichen Maßstab 1:16 in seiner eigenen Spritzgießfertigung produziert, setze weiterhin auf „stabiles, kontinuierliches Wachstum aus eigener Kraft“.

Gut aufgestellt dafür sind die Fürther: Rund 70 % der Bruder-Spielwaren sind weiterhin vor allem für den Export in gut 60 Länder der Erde bestimmt: Davon werden rund drei Viertel in den EU-Ländern erwirtschaftet.

Bruder weist darauf hin, dass der Trend zum Online-Handel gerade in Deutschland ungebrochen sei. Für sein Unternehmen sei der stationäre Spielwarenhandel weiterhin von immenser Bedeutung. Hierbei spiele aber nicht nur der reine Spielwarenfachhandel eine Rolle, sondern auch Anbieter eines breiten Konsumartikelspektrums wie Drogeriemärkte, Lebensmittelketten, Baumärkte etc. Diese Grundhaltung werde auch 2019 beibehalten.

In der hauseigenen Entwicklungsabteilung mit 14 Mitarbeitern entstanden auch für 2019 zahlreiche Neuheiten, die das Unternehmen derzeit auf der Spielwarenmesse zeigt: Dazu gehört unter anderem die Erweiterung der erfolgreichen bworld-Reihe, die bislang aus vollbeweglichen Spielfiguren im Maßstab 1:16 für 4- bis 8-jährige Kinder bestanden. Nun hat Bruder fünf Themensets – Motorradwerkstatt, Krankenhaus, Autowerkstatt, Pferdestall und Polizeistation – entwickelt, in denen sich die bworld-Figuren noch realistischer bewegen lassen. Diese bestehen aus farbig bedruckten, stabilen Kunststoff-Wandelementen, die mit einem kindgerechten Stecksystem ganz simpel auf- und umzustellen sind.

Statt Lizenzthema: Drei neue Produkte unter der Eigenmarke Bruder

Das Fürther Unternehmen setzt demnach traditionell weiter darauf, Kinder in der analogen Welt zu mehr Kreativität anzuregen. Laut Firmenchef Bruder müssen dies auch nicht unbedingt Lizenzspielwaren sein, die mit einem international bekannten Branding versehen sind. Im Gegenteil: Wie schon in den Firmenanfängen haben die Fürther zwei Baumaschinen sowie ein rassiges Sportwagencoupé konzipiert, die mit der Eigenmarke Bruder versehen sind. „Wir besinnen uns dabei auf unsere Traditionen in Sachen Spielwert“, so Bruder. Mit dem wiederbelebten Produktkonzept setzt das Unternehmen auf bewährte Stärken und stellt sich zugleich breiter auf.

sk

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