Blockchain in der Kreislaufwirtschaft

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Circularise Plastics entwickelt für EUPC eine Blockchain für mehr Transparenz in der Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen.

Die Circularise Plastics Group entwickelt für den Verband der europäischen Kunststoff-Verarbeiter EUPC eine Blockchain für mehr Transparenz der Stoffströme in der Kreislaufwirtschaft. Die Technologie soll auf der digitalen Plattform More vom EUPC Verwendung finden. More dient der Überwachung eingesetzter Rezyklate bei Verarbeitern.

Blockchain-Technologie für Nachhaltigkeit und Transparenz

Im Rahmen der EU-Kunststoffstrategie hat sich die Europäische Kommission verpflichtet, die Verwendung von Recycling-Kunststoffen bis 2025 auf 10 Mio. t zu erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Circularise Plastics Group einen "Offenen Standard für Nachhaltigkeit und Transparenz" eingeführt, der auf der Blockchain-Technologie und Zero-Knowledge-Proofs basiert.

Fragmentierte Lieferketten in der Kunststoffindustrie erschweren den Datenaustausch in Kreislaufwirtschaft.
Grafik: Circularise

EUPC wiederum führte das Instrument More ein (Monitoring Recyclates for Europe, Überwachung von Rezyklaten für Europa), um die Verwendung von Rezyklaten durch Verarbeiter zu erfassen. More soll sicherstellen, dass Verarbeiter, die in More die entsprechenden Angaben machen, durch einen gemeinsamen Ansatz eine zuverlässige und konsistente Erfassung der Verwendung von Rezyklaten erzielen. Die in More gemeldeten Mengen nehmen monatlich zu, und in den kommenden Jahren werden neue Kunststoff-Verarbeiter dem System beitreten.

Datenfluss in der Kreislaufwirtschaft

"Mit der Entwicklung der More-Plattform unterstreicht EUPC die Bedeutung einer effizienten Infrastruktur, um den Datenfluss zur Verwendung von recycelten Kunststoffen zu beobachten. Wir freuen uns, diese Entwicklung mit unserer Blockchain-Technologie zu unterstützen", sagt Jordi de Vos, Mitgründer von Circularise.

EUPC möchte mithilfe von Circularise die Transparenz der Materialströme steigern und gleichzeitig den Datenschutz und die Vertraulichkeit wahren. "Neue Technologien, wie zum Beispiel Blockchain, wollen wir in unser System integrieren, um sicherzustellen, dass die More-Plattform zukunftssicher ist. Wir freuen uns auf die gemeinsame Entwicklung eines Systems, das die sichere Rückverfolgung von Rezyklaten ermöglicht“, sagt EUPC-Geschäftsführer Alexandre Dangis.

Alle Organisationen, die hinter dieser Zusammenarbeit stehen, betrachten einen neuen Industriestandard als ein wichtiges Element in einem größeren Rahmen: ein sicheres, gemeinsam genutztes Open-Source-Datenaustauschsystem für die globalen Wertschöpfungsketten, um die Rückverfolgung von Materialien während des gesamten Lebenszyklus über alle Beteiligten und Wertschöpfungsketten hinweg zu ermöglichen.

Weitere Partner gesucht

Zur Circularise Plastics Group gehören zurzeit die Mitglieder Covestro, Domo Chemicals und Circularise selbst. Die Gruppe sucht weitere Partner für die die Entwicklung der Plattformen More und Circularise.

"Ein verstärktes Recycling beginnt mit der Rückverfolgung und dem Reporting. Wir glauben, dass ein offener Standard dies ermöglichen und der Kunststoffindustrie beim Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft helfen kann", sagt Thomas Nuyts, Director of Global Product Management bei Domo Chemicals.

"Die Zusammenarbeit zwischen der Circularise Plastics Group und EUPC wird den Unternehmen eine diskrete und doch detaillierte Verfolgungs- und Prüfungsmöglichkeit von Rezyklaten bieten. Das System bietet zudem die notwendige Geschwindigkeit und Flexibilität", sagt Dr. Burkhard Zimmermann, Leiter des Bereichs Resin, Digital Transformation & Sustainability, Covestro Polycarbonates.

mg

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