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Blickle setzt bei Rädern und Rollen auf Polyurethan

Laut Blickle wird die Nachfrage nach Rollen und Rädern mit Polyurethan-Laufbelägen weiter steigen, weshalb das Unternehmen seine Produktionskapazitäten erweitert. Foto: Blicke Räder+Rollen

Räder- und Rollenhersteller Blickle sieht steigende Nachfrage nach Polyurethan-Rädern und erweitert Kapazitäten zur Herstellung leistungsstarker Laufbeläge.

Der Trend zum Einsatz von Polyurethan-Laufbelägen bei Rädern und Rollen verstärkt sich weiter, weshalb der Räder- und Rollenhersteller Blickle seine Produktionskapazitäten weiter ausbaut. Polyurethan-Räder sind unter anderem bodenschonend, geräuscharm und ölbeständig. Blickle mit Sitz im schwäbischen Rosenfeld besitzt jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung dieser Räder mit einem gegossenen Polyurethan-Laufbelag. Das Unternehmen führt zahlreiche Varianten im Portfolio, die sich in vielen Branchen und Anwendungen bewährt haben.

Polyurethan-Laufbeläge für unterschiedliche Anforderungen

Blickle besitzt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Rädern mit gegossenem Polyurethan-Laufbelag – hier entsteht die Version Blickle Besthane Soft. Foto: Blickle Räder+Rollen

Einsatzfähigkeit und Funktionalität von Transportwagen und Lademitteln hängen maßgeblich von der Qualität der verwendeten Räder und Rollen ab. Deren Laufbelag beeinflusst auch den Fahrkomfort und das Handling. Blickle entwickelt und produziert im Haus seit mehr als 20 Jahren Polyurethan Laufbeläge in den Materialien Softhane, Besthane Soft, Extrathane und Besthane. Letzteres ist heute das Premium-Polyurethan im Portfolio und zählt zu den harten Polyurethan-Elastomeren.

Der Laufbelag in 92° Shore A überzeugt durch einen geringen Anfahr- und Rollwiderstand und ist darüber hinaus hydrolysestabil. Räder mit Besthane-Laufbelag punkten mit einer äußerst geringen Erwärmung bei dynamischer Belastung und sind daher besonders für höhere Geschwindigkeiten geeignet.

Das erste Polyurethan im Produktprogramm von Blickle war Extrathanemit einer Härte von 92° Shore A, das heute das Standard Polyurethan des Unternehmens ist. Es zeichnet sich vor allem durch seine hohe Schnitt- und Weiterreißfestigkeit aus. Wenig später folgten die Beläge Besthane und Softhane. Letzteres ist ein weiches Polymer-Elastomer und besticht vor allem durch seine hohe Vibrationsdämpfung und Bodenschonung. Darauf brachte Blickle Besthane Soft auf den Markt – eine weiche und ebenfalls hydrolysestabile Alternative zu Besthane. Räder mit diesem Belag weisen eine gute Traktion, einen geräuscharmen Lauf und sehr geringe Erwärmung bei dynamischer Belastung auf. Aufgrund dessen sind sie bestens für hohe Geschwindigkeiten geeignet und kommen in den elektrischen Antriebssystemen von Blickle zum Einsatz.

Nachfrage nach Rädern und Rollen mit Polyurethan-Belägen steigt

Nach Einschätzung von Blickle steigt die Nachfrage nach Polyurethan-Rädern weiter an. Das breite Produktprogramm umfasst Heberollen, Bandagen, Kompaktrollen, Last- und Antriebsräder, Lenk- und Bockrollen, Führungsrollen, Staplerräder, Hubwagenrollen sowie gefederte Rollen. Spezielle Polyurethane für hohe dynamische und mechanische Belastungen sowie antistatische und rollwiderstandsoptimierte Ausführungen runden das Portfolio ab.

Die Experten von Blickle fertigen nach Maß und liefern auch Sonderlösungen nach Kundenwunsch. Foto: Blickle Räder+Rollen

Eine immer wichtigere Rolle spielen Sonderanfertigungen mit sehr großen Anforderungen an die Tragfähigkeit. Das Selbstverständnis des Unternehmens beschreibt David Blickle, Mitglied der Geschäftsleitung, so: „Wir sehen uns nicht nur als Standardanbieter für Räder und Rollen, sondern vielmehr als Spezialist für Sonderlösungen. Trotz des breiten Angebots von 30.000 Standardprodukten erreicht uns täglich eine Vielzahl von Kundenanfragen für Sonderanfertigungen, die wir gerne in enger Zusammenarbeit mit den Kunden realisieren.“

Spezialist für Sonderlösungen

Die Anfertigung nach Maß ist das Spezialgebiet von Blickle. „Individuelle Kundenlösungen sind unsere Stärke. Dank dem profunden Know-how unserer Ingenieure können wir Polyurethanprodukte anwendungsspezifisch entwickeln und optimieren. Unsere Teams, bestehend aus erfahrenen Konstrukteuren, Chemikern und Prüfingenieuren, wissen genau, wie aus Kundenanforderungen perfekte Produkte kreiert werden können. Durch die Anpassung von Verfahrensparametern oder der Rezeptur werden die Produkteigenschaften beeinflusst, und es entsteht für jeden Einsatzzweck der ideale Radbelag“, so David Blickle.

David Blickle, Mitglied der Geschäftsleitung von Blickle. Foto: Blickle Räder+Rollen

Erweiterung der Produktionskapazitäten

Das umfangreiche Portfolio und die steigende Anzahl von Sonderlösungen erfordern hohe Fertigungskapazitäten. Damit es keine Engpässe in der Produktion gibt, geht Blickle in die Offensive: „Um weiterhin flexibel auf Kundenanfragen reagieren und hohe Qualität mit kurzen Lieferzeiten bieten zu können, müssen wir fertigungstechnisch auf dem neuesten Stand bleiben und unsere Kapazitäten ausbauen“, sagt David Blickle. Mit dem geplanten Neubau einer Polyurethan-Fertigung schafft Blickle weiteres Potenzial für die Zukunft. Der Termin für den Spatenstich ist auf Anfang 2020 gelegt. Nach dieser Erweiterung wird Blickle eine der weltweit größten Polyurethanradfertigungen betreiben und darüber hinaus auch Wert- und Logistikströme im Unternehmen optimieren.

kus