Blechdose war gestern

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Beim Heimspiel auf der NPE präsentierte Milacron nicht nur hervorragende Geschäftszahlen, die neue Markenstruktur sowie diverse neue Maschinen. In Orlando erblickte auch die Klear Can das Licht der Öffentlichkeit: Eine spritzgegossene Kunststoffdose, die vieles besser kann als die bekannten Blechdosen.

Tom Goeke, Chief Executive Officer von Milacron, sprach bei der Präsentation der Klear Can auf der NPE in Orlando von einer "Game changing technology" - also von einer Technologie, die den Markt verändern wird. Und das aus gutem Grund, denn die Klear Can ist leichter und kostengünstiger als die bisherigen Blechdosen und bietet den Konsumenten zudem durch den klaren Kunststoffbehälter freie Sicht aufs Produkt.

Auf einen Aspekt, den die Konservenhersteller besonders schätzen dürften, wies Bruce Catoen hin, Chief Technology Officer von Milacron: "Die Kunststoffbehälter sind hitzebeständig bis 140 °C und lassen sich auf den für Blechdosen ausgelegten, bestehenden Produktionslinien problemlos verarbeiten." Der Deckel aus Blech wird dabei - wie bei der Blechdose auch - mit einem Rollformverfahren mit dem Kunststoffbehälter verbunden. Als Lebensdauer der Behälter geht Milacron derzeit von zwei bis fünf Jahren aus. Genaueres werden die laufenden Evaluierungen und Tests bei verschiedenen Nahrungsmittelanwendungen ergeben.

Um bei der Lagerfähigkeit mit den Blechdosen mithalten zu können, wird im Werkzeuge eine Barriereschicht aufgebracht, die nach Angaben von Milacron um 99 % verbesserte Barriereeigenschaften bietet. Diese Schicht wird mit einem Bildverarbeitungssystem zu 100 % geprüft, alle Behälter mit schadhafter Barriereschicht werden ausgeschleust.

Die Zykluszeit bei der Herstellung der Klear Can lag bei der Live-Produktion auf der Messe unter acht Sekunden. Durch das verwendete Vierfach-Werkzeug dauert die Herstellung eines Behälters somit weniger als zwei Sekunden. Die komplette Anlage wird übrigens direkt nach der NPE bei einem Konservenhersteller installiert. Es war zwar nicht zu erfahren, um welches Unternehmen es sich handelt. Doch dieses Geheimnis dürfte sich schon bald bei einem Blick in die Regale der Supermärkte klären.

gk

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