Bessere Beurteilung von FVK-Bauteilen

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Mit dem neuen Standard DIN SPEC 25713 lässt sich die Qualität von Bauteilen aus faserverstärkten Kunststoffen (FVK) objektiv prüfen.

Die DIN SPEC 25713 „Beurteilung der Bauteilqualität nach der trennenden Bearbeitung von faserverstärkten Kunststoffen“ beschreibt ein innovatives Verfahren, wie sich FVK-Bauteile nach der Endbearbeitung zuverlässig prüfen lassen, ohne sie zu zerstören. Der neue Standard wurde von Experten der TU Wien und der Industrie auf Basis eigener Forschungsergebnisse in nur sechs Monaten erarbeitet.

In der Produktion und Endbearbeitung von FVK-Bauteilen können durch unterschiedliche Werkstoffeigenschaften Ausfransungen und Absplitterungen entstehen oder sich Schichten ablösen. Bislang gab es kein einheitliches Verfahren, um diese Imperfektionen zu beurteilen. Dementsprechend kam es häufig zu Unklarheiten in Bezug auf die Bauteilqualität.

Die DIN SPEC 25713 schafft hier Abhilfe: Sie beschreibt ein objektives Messverfahren, das nach der Endverarbeitung des Bauteils herstellungsbedingte Abweichungen von der Idealform identifiziert. Vorteil des Verfahrens ist auch dessen uneingeschränkte Anwendbarkeit – je nach Anforderung vom sporadischen Messschieber-Einsatz bis hin zum kontinuierlichen Beurteilen in der Massenproduktion anhand eines geführten Kamerasystems. Die Industrie kann anhand von Zahlen die Bauteilqualität beschreiben, was wiederum nützlich für Kunden- und Lieferantenverträge ist.

Die neue DIN SPEC 25713 ergänzt bestehende Standards der Faserverbundbranche. So steht sie in einer Reihe mit der DIN SPEC 4885 und der DIN SPEC 8100. DIN SPEC 4885 beschreibt eine zerstörende Prüfung per Schubrahmen, die Werkstoffkennwerte für faserverstärkte Kunststoffe liefert. Diese lässt sich schnell absolvieren und liefert sehr präzise Messwerte mit geringer Streuung. DIN SPEC 8100 wiederum definiert die Qualitätskriterien für den Ausgangswerkstoff von FVK, textile Gelege und Gewebe beispielsweise aus Carbonfaser.

Das in der DIN SPEC 25713 beschriebene Beurteilungsverfahren gibt nun die Möglichkeit, auch die fertigen FVK-Bauteile zu prüfen. Nicht zuletzt dient der Standard als notwendige Basis für weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.

sk

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