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Technische Kunststoffe 27. März 2024

Besser surfen mit Finne aus PARA-Thermoplast

Kohola ersetzt bei seiner Longboard-Finne „Flow-Tech 1 Single Fin“ phenolisches Duroplast durch Ixef PARA-Thermoplast von Syensqo.

Inspiriert vom Design der Buckelwal-Finnen: die Flow-Tech 1 Single Fin von Kohola. Die Finne für Longboard-Surfer wird mit Ixef PARA Thermoplast umweltfreundlich im Spritzguss hergestellt.
Inspiriert vom Design der Buckelwal-Finnen: die Flow-Tech 1 Single Fin von Kohola. Die Finne für Longboard-Surfer wird mit Ixef PARA Thermoplast umweltfreundlich im Spritzguss hergestellt.

Der Thermoplast Ixef Polyarylamid (PARA) von Syensqo (ehemals Solvay Advanced Polymers) formt neuerdings die Longboard-Finne „Flow-Tech 1 Single Fin“ von Kohola. Das glasfaserverstärkte Polymer verbessert die Steifigkeit, die Ästhetik und die Umweltfreundlichkeit der Surfboard-Finne.

Finne aus dem Spritzguss

Spritzgegossen wird die Finne bei Drake Plastics. Drake Plastics hat in Zusammenarbeit mit Kohola das bislang verwendete phenolisches Duroplastmaterial durch Ixef PARA Thermoplast ersetzt. Damit kann Drake Plastics die Vorteile des Spritzgießverfahrens voll ausschöpfen. Für die neue „Flow-Tech 1 Single Fin“ wählten die Partner Ixef PARA 1022, ein zu 50 % glasfaserverstärktes Compound, das sich durch sehr hohe Festigkeit und Steifigkeit, Oberflächenglanz und sehr gute Kriechfestigkeit aufzeichnet.

Bryan Quance, Sales & Applications Engineer bei Drake Plastics, kommentiert: „Die neuen Kohola-Flossen sind ein Wendepunkt auf dem Surfbrettmarkt. Indem wir ein phenolisches Duroplastmaterial durch Ixef PARA ersetzt haben, sind wir zu einem leistungsstarken High-End-Produkt mit besserer Ressourceneffizienz und hervorragender Oberfläche direkt aus der Form gekommen, wodurch der Zeit- und Kostenaufwand für sekundäres Trimmen und Polieren entfällt. Die Effizienz des Spritzgießverfahrens hat dazu beigetragen, den Produktionsabfall um bis zu 30 % im Vergleich zu herkömmlichen, mit anderen Materialien hergestellten Finnen zu reduzieren.“

Das patentierte Design der Kohola-Finnen ahmt die Flossen von Buckelwalen nach. Sie verbessern die Strömungskontrolle und die effiziente Vorwärtsbewegung von Surfbrettern und ermöglichen damit Surfern längere und schnellere Fahrten.

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Thermoplast macht den Surfsport umweltfreundlicher

„Wir freuen uns sehr, ein thermoplastisches Compound anbieten zu können, das Kohola dabei hilft, eine nachhaltigere Lösung für den Surfsport anzubieten, ohne Kompromisse bei der Produktleistung, Ästhetik oder Haltbarkeit einzugehen“, erklärt Meghan Powers, Global Marketing Manager für den Geschäftsbereich Spezialpolymere von Syensqo. „Im Gegensatz zu den traditionell verwendeten subtraktiven Herstellungsverfahren wie Fräsen, Schneiden, Bohren und Schleifen ermöglicht der Einsatz von thermoplastischem Ixef PARA 1022 unseren Kunden eine effizientere Materialnutzung im Spritzguss sowie eine Verbesserung der Abfall- und Recyclingproblematik.“

„Unsere Longboard-Finnen erfordern ein Material, das die Vorteile des Walfinnendesigns unterstützt. Dazu zählen eine dynamische Manövrierfähigkeit, minimaler Widerstand, verbesserte Strömungskontrolle. Die Finne reduziert seitliche Instabilitäten, indem sie Turbulenzen durchschneidet. Die ermöglicht eine stabilere Vorwärtsfahrt sowie sicherere, engere Kurven“, erklärt David E. Shormann, Gründer des Unternehmens Kohola Flow-Tech. „Abgesehen von den mechanischen Eigenschaften, die diese Anforderungen erfüllen, haben Tests gezeigt, dass Ixef PARA auch die Haltbarkeit gewährleistet, um den Bedingungen auf See mit starker Sonneneinstrahlung und Salzwasser standzuhalten.“

Mehr Flow beim Surfen

Nach dem Erfolg des Flow-Tech 1 Single Fin erwägt Kohola, Ixef PARA auch für sein Flow-Tech 3 Thruster Set einzusetzen. Das Flow-Tech 3 Thruster Set maximiert den Drive und die Stabilität in den Turns mit kontrolliertem Release für die eine Kombination aus Geschwindigkeit, Power und Flow beim Surfen. Darüber hinaus hat das patentierte Flossen-Design Potenzial für andere Märkte, in denen flügelähnliche Strukturen verwendet werden, von Deckenventilatoren über Flugzeuge bis hin zu Schiffspropellern. mg

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