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Baubeginn für neue Montagehalle bei Arburg

Der Baubeginn der neuen Arburg-Montagehalle wurde mit dem Spatenstich am 16. Mai 2019 offiziell eingeläutet (v. r.): die geschäftsführenden Arburg-Gesellschafter Renate Keinath, Juliane Hehl, Eugen Hehl und Michael Hehl zusammen mit den Architekten Siegfried Schmelzle und Claus Matt (Architekturbüro Schmelzle + Partner) sowie dem Loßburger Bürgermeister Christoph Enderle und Reinhard Geiser, stellvertretender Landrat des Landkreises Freudenstadt. Foto: Arburg

Bei Arburg ist vergangene Woche der Spatenstich für eine neue Montagehalle erfolgt.

Mit dem Neubau werden die Kapazitäten für große Allrounder Spritzgießmaschinen und kundenspezifische Turnkey-Anlagen weiter ausgebaut. Das Investitionsvolumen liegt im deutlich zweistelligen Euro-Millionen-Bereich. Damit wird Arburgs zentraler Produktionsstandort in Loßburg bis 2020 um rund 17 % auf knapp 200.000 m2 wachsen.

„In Sachen Bauaktivitäten geht es bei uns bereits seit dem Jahr 2007 Schlag auf Schlag: Kundencenter, Montagehalle, Parkhaus, Messelogistikhalle, Schulungscenter und jetzt wieder eine neue Montagehalle“, erläuterte Michael Hehl, der als geschäftsführender Gesellschafter den Bereich Werksentwicklung verantwortet, in seiner Ansprache anlässlich des Spatenstichs. So sei in den vergangenen zwölf Jahren insgesamt ein ansehnlicher dreistelliger Millionen-Euro-Betrag alleine in neue Gebäude am Standort Loßburg geflossen. Zusätzlich zu den Neubauten investiere Arburg jährlich rund 4 % des Umsatzes in den alleinigen Produktionsstandort.

Die neue Halle wird eine Nutzfläche von 28.500 m2 haben, davon stehen 21.900 für Produktion und Verwaltung zur Verfügung. 3.700 m2 sind Technikfläche und 2.900 Verkehrsfläche. Der umbaute Raum beträgt 195.000 m3. Das Erdgeschoss soll in der zweiten Jahreshälfte 2020 bezugsfertig sein.

Um die Dimensionen des Bauvorhabens weiter zu verdeutlichen nannte Hehl einige weitere Zahlen: Der Erdaushub umfasst circa 64.000 m3 und die verglaste Fassade hat eine Fläche von circa 4.800 m2. Insgesamt werden 14.000 m3 Ortbeton und 2.000 t Betonstahl verbaut, und die Fertigteile mit einem Volumen von 5.000 m3 enthalten 1.500 t Stahl.

Umweltschutz und Ressourcenschonung

Bei dem Neubau werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um den Primärenergiebedarf auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gehören zum Beispiel der Einsatz von Geothermie für Heizung und Kühlung über 30 Erdwärmesonden mit einer Tiefe von jeweils 199 m, die Nutzung der Abwärme von Maschinenprüfständen, Kompressoren und Lüftungsanlagen und die Erweiterung der Photovoltaik-Anlagen um weitere 380 kW peak. Hinzu kommen die Nutzung von Regenwasser und des natürlichen Lichts.

Realisiert wird der Neubau mit dem Architekturbüro Schmelzle + Partner. Dabei handelt es sich bereits um das 22. Arburg-Projekt in Folge, wie Architekt Siegfried Schmelzle in seiner Rede betonte: „Wir bauen seit 20 Jahren für Arburg und in dieser Zeit hat sich die Nutzfläche des Loßburger Stammwerks verdoppelt.“ Als Herausforderungen bei der neuen Montagehalle nannte er die gesamte Logistik – auch innerhalb der Hallen –, die Topografie und Entwässerung sowie das Thema Energieoptimierung. „Hier schafft es Arburg, die schon ambitionierten Vorgaben der Energieeinsparverordnung um mehr als 60 % zu unterschreiten“, berichtete Schmelzle.

sk